Die beiden einzigen amerikanischen
Satellitenradio-Firmen wollen sich in einer "Fusion Gleicher"
zusammenschließen. Sirius Satellite Radio
Das Geschäft hat unter Berücksichtigung von 1,6 Milliarden Dollar Schulden einen Gesamtwert von 13 Milliarden Dollar (zehn Mrd Euro). Beide Unternehmen wollen sich an der neuen Gesellschaft zu jeweils 50 Prozent beteiligen. Beide bieten gegen Gebühr jeweils weit mehr als 100 Musik-, Sport-, Nachrichten-, Talk-Show- und andere digitale Rundfunkanäle an.
Die Fusion wird mit Sicherheit drastische kartellrechtliche Prüfungen des US-Justizministeriums sowie der für den Rundfunk zuständigen US-Aufsichtsbehörde FCC nach sich ziehen. Andere Rundfunkfirmen und Verbraucherschutzgruppen dürften heftige Opposition gegen den Zusammenschluss anmelden.
Sirius und XM argumentieren, dass sich durch neue digitale Audio- Konkurrenten wie die iPods von Apple und andere Musikplayer sowie durch Internetradio und sonstige Anbieter die Rundfunklandschaft drastisch geändert hat. Die Gegner der Fusion verweisen auf das dann entstehende Satellitenradio-Monopol in den USA.
Beide Firmen haben in den vergangenen Jahren Milliardenverluste angehäuft. Sie versprechen sich Synergieeffekte von drei bis sieben Milliarden Dollar. Sirius-Chef Mel Karmazin soll Konzernchef und XM- Verwaltungsratsvorsitzender Gary Parsons soll Leiter des Aufsichtsgremiums der zusammengeschlossenen Gesellschaft werden./br/DP/zb
ISIN US82966U1034 US9837591018
AXC0103 2007-02-20/11:59
