Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
75 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Kommentar der Financial Times Deutschland zu - vorab .2008

DJ Kommentar der Financial Times Deutschland zu - vorab .2008

 
Bayerisches Roulette 
 
Die Sehnsucht nach dem starken Mann an der Spitze war in der CSU schon immer 
ausgeprägter als in anderen Parteien. Politische Schwergewichte wie Franz 
Josef Strauß und Edmund Stoiber wurden in Bayern zeitweise mit einer 
Begeisterung gefeiert, die über das in Deutschland übliche Maß weit 
hinausging. 
 
Es kann daher nicht überraschen, dass nun, da die CSU sich in einer tiefen 
Krise befindet, die Hoffnung groß ist, mit einem neuen Superstar wieder in 
die Offensive zu kommen. Mangels Alternativen richten sich alle Augen auf 
Horst Seehofer, der im Gerangel um den Parteivorsitz im vergangenen Jahr 
noch den Kürzeren gezogen hatte. 
 
Der CSU-Chefposten wird dem amtierenden Bundesagrarminister nun nicht mehr 
zu nehmen sein. Und wenn es nach den Bundestagsabgeordneten der Partei geht, 
dann wird Seehofer so bald wie möglich auch neuer Ministerpräsident in 
Bayern. 
 
Der Impuls, nach der unglücklichen Doppelspitze aus Erwin Huber und Günther 
Beckstein alles in eine Hand zu legen, ist verständlich. Allerdings müsste 
Seehofer in dem Fall aus dem Bundeskabinett ausscheiden. Die CSU hätte dann 
wieder keinen Vorsitzenden, der der Partei mit Auftritten auf dem Berliner 
Parkett auch bundesweit Gehör verschaffen kann. Dies gilt umso mehr, als die 
CSU in der Großen Koalition nur eine marginale Rolle spielt. 
 
Noch bedenklicher aber ist, dass sich die Partei mit Seehofer auf ein großes 
politisches Abenteuer einlässt. Der ehemalige Gesundheitsminister war noch 
nie ein Teamspieler und hat seinen persönlichen Ambitionen stets den Vorrang 
gegeben. Als sich CDU-Chefin Angela Merkel mit Stoiber im Jahr 2004 auf 
einen Kompromiss für die Gesundheitsreform einigte, schmiss Seehofer 
wutentbrannt sein Amt in der Fraktion hin und verschwand lange in der 
Versenkung. 
 
Das Projekt Seehofer ist jedoch nicht nur ein Wagnis für die CSU, es hat 
auch das Potenzial, der gesamten Union vor der Bundestagswahl das Leben 
schwer zu machen. In der Bundestagsfraktion heißt es, man wolle sich nun 
gegen die âEUR Sozialdemokratisierung' der Schwesterpartei CDU zur Wehr 
setzen. 
 
Dass ausgerechnet Seehofer, der gern den größten Sozialromantiker der Union 
gibt, diesen Plan wortwörtlich umsetzt, darf bezweifelt werden. Allerdings 
verbirgt sich hinter der Ankündigung eine ganz andere Drohung, und die nimmt 
man im Kanzleramt mit Sicherheit ernst: Die CSU wird von jetzt an alles 
daransetzen, vor den bayerischen Wählern ihr Profil zu schärfen. 
 
Ein erprobtes Mittel sind da Pöbeleien gegen Berlin. Die kommenden Wochen 
und Monate, in denen Streitthemen wie Erbschaftsteuer und Gesundheitsfonds 
anstehen, werden dazu reichlich Anlass bieten. Ein bestelltes Feld für den 
Volkstribun Seehofer. 
 
Kontakt: Kommentar@ftd.de 
 
Thomas Steinmann - 040/31990483 
 
Ruth Fend - 040/31990334 
 
Nils Kreimeier - 030/22074144 
 
Christian Schütte - 030/22074161 
 
 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 30, 2008 13:48 ET (17:48 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.