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30.04.2009 | 06:11
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Chrysler-Ultimatum läuft ab: Obama optimistisch

Unmittelbar vor Ablauf des Ultimatums an den existenzbedrohten Autobauer Chrysler hat US-Präsident Barack Obama Hoffnung auf ein Weiterbestehen des Herstellers gemacht. "Ich habe große Hoffnungen, dass wir eine Lösung sehen werden, die eine überlebensfähigen Hersteller Chrysler bedeutet", sagte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz zu seinen ersten 100 Tagen im Amt. "Ich bin inzwischen optimistischer als ich es vorher war". Zur General Motors (GM) sagte er, die Opel-Mutter habe noch bis Ende Mai Zeit, um einen Sanierungsplan vorzulegen.

Nach einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg will Obama an diesem Donnerstag die Insolvenz von Chrysler bekanntgeben. Das Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts solle beim drittgrößten amerikanischen Autobauer den Weg zum Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns freimachen. Andere Medien sprachen von einer noch geringen Chance zur Rettung auch ohne Insolvenzverfahren.

Dazu müsste aber praktisch in letzter Minute eine erste Einigung mit einem Teil der Chrysler-Gläubiger von allen Kreditgebern akzeptiert werden. Obama hatte Chrysler eine letzte Frist bis diesen Donnerstag um 24.00 Uhr (Ortszeit/Freitag 0600 MESZ) gesetzt.

Nach den letzten Chrysler-Plänen soll die Autogewerkschaft UAW künftig Mehrheitseigner sein. Für einen Schuldenverzicht bekäme sie 55 Prozent am Unternehmen. Fiat soll 20 bis 35 Prozent erhalten, den Rest der Staat. Fiat will für den Einstieg nichts bezahlen, sondern spritsparende Technologie und Kleinwagen einbringen.

Obama sprach sich am Mittwoch erneut grundsätzlich für die Rettung der US-Autoindustrie aus. Bisher seien die Sanierungskonzepte von Chrysler und der Opel-Mutter General Motors (GM) aber nicht überzeugend gewesen. GM hat von Obama für einen finalen Rettungsplan einen Monat länger bis Ende Mai Zeit bekommen.

Ein Sprecher Obamas hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, dass es "einen Weg zu Chryslers Überlebensfähigkeit ohne andauernde (Finanz)hilfe der Regierung" gebe. Der Staat hat Chrysler bei einem tragfähigen Konzept weitere sechs Milliarden Dollar in Aussicht gestellt über bereits geleistete vier Milliarden Dollar hinaus.

Das US-Finanzministerium hatte unterdessen die vorläufige Einigung über einen Schuldenverzicht zumindest mit einem Teil der Gläubiger bestätigt. Die Kreditgeber streichen danach für eine Abschlagszahlung von zwei Milliarden Dollar in bar ihre Gesamtforderungen von fast sieben Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro).

Chrysler mache bei seiner Sanierung bereits Fortschritte , so Chrysler-Chef Robert Nardelli in einem der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegenden Mitarbeiterschreiben. Im ersten Quartal seien die Kosten im Vergleich zum Vorjahr und auch zum Schlussquartal 2008 deutlich gesunken./fb/fd/bb/DP/zb

ISIN US3704421052 IT0001976403

AXC0011 2009-04-30/06:11


© 2009 dpa-AFX

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