Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes gehen davon aus, dass Institutionelle Investoren im Jahr 2010 auf Konstanz und Kontinuität setzen. Ein krisenresistentes Geschäftsmodell gehe dabei vor Wachstum. Dazu gehören auch eine gesunde Bilanz sowie eine hohe und konstante Dividende, wobei die Dividendenstärke vor allem bei niedrigen Zinsen voll zur Geltung kommt. Deshalb sind die Experten der festen Überzeugung, dass Aktien von Versorgungsunternehmen vor einem guten Jahr stehen. Seit dem Regierungswechsel im Oktober haben die Anteilscheine von E.on und RWE enttäuscht. E.on-Papiere stagnierten seit Jahresbeginn und RWE-Titel schafften ein Plus von drei Prozent, während der DAX rund 22 Prozent an Wert zulegte. Als Grund dafür wird der leicht rückläufige Stromabsatz angeführt. Dennoch werden beide Konzerne ihre Gewinne im Jahr 2009 auf hohem Niveau halten. Beide Unternehmen haben ihre Stromproduktion bereits im voraus zu attraktiven Preisen verkauft und müssen erst ab dem Jahr 2012 neu über die Preise verhandeln. Das KGV von E.on beträgt zudem nur gut 9 und die Kurs-Gewinn-Vielfache von RWE weniger als 9. Die Dividendenrendite beträgt jeweils 5,4 Prozent. Damit sind die beiden Titel am günstigsten im DAX bewertet und weisen dabei die stabilsten Geschäftsmodelle vor. Beide Titel sollten gleich stark innerhalb des Portfolios gewichtet werden. Die Experten raten risikobereiteren Anlegern zudem zu zwei jeweils endlos laufenden Derivaten. Sie empfehlen den open-end Wave-Call-Optionsschein (WKN DB4 KS6) der Deutschen Bank auf RWE zum Kauf sowie das open-end Turbo-Bull-Zertifikat (WKN CM3 1AL) der Commerzbank auf E.on. Der RWE-Schein ist mit einer Basis und einer Knock-Out-Schwelle bei jeweils mehr als 50,87 Euro und einem Hebel von derzeit 3,7 ausgestattet, während der E.on-Schein eine Basis bei 20,62 Euro, eine Knock-Out-Schwelle bei 21,60 Euro und einen Hebel von aktuell 3,4 vorweist.
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