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04.02.2010 | 11:02
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UPDATE: Shell plant nach Gewinneinbruch weitere Sparmaßnahmen

DJ UPDATE: Shell plant nach Gewinneinbruch weitere Sparmaßnahmen

(NEU: Aktienkurs, weitere Details)

Von James Herron 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

LONDON (Dow Jones)--Nach einem um fast 29% gesunkenen Gewinn im vierten Quartal hat der niederländische Mineralölkonzern Royal Dutch Shell am Donnerstag weitere Sparmaßnahmen sowie Stellenstreichungen angekündigt. Das bereinigte Ergebnis (Clean Current Costs of Supplies) war im Schlussquartal infolge einer geringeren Öl- und Gasproduktion und des schwachen Raffineriegeschäft auf 2,77 (3,89) Mrd USD gefallen. Analysten hatten hier 3,01 Mrd USD erwartet. Bei den Clean Current Costs of Supplies (CCS) werden die Auswirkungen der aktuellen Ölpreisentwicklung auf die Lagerbestände sowie weitere Sonderfaktoren ausgeklammert.

Das Nettoergebnis liegt in den drei Monaten bei 1,96 Mrd USD. Im Vorjahreszeitrauam verbuchte Shell hier noch einen Verlust von 2,81 Mrd USD. Der Umsatz blieb mit 81,08 Mrd USD in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 81,07 Mrd USD.

Das Raffinerie- und Vertriebsgeschäft durchlebe schwierige Zeiten, sagte Shell-CEO Peter Voser. "Wir rechnen nicht mit einer schnellen Erholung." Zudem bleibe der Ausblick für 2010 unsicher. Der Konzern unternehme Schritte, um seine Performance zu verbessern, fügte er hinzu.

Alleine im vierten Quartal 2009 hat Shell die Cash-Kosten um weitere 1 Mrd USD gedrückt. Damit seien im Gesamtjahr 2009 Kosten von 2 Mrd USD eingespart worden. "Für 2010 haben wir uns eine grundlegende Kostensenkung um mindestens 1 Mrd USD zum Ziel gesetzt", so Voser. Zusätzlich will der Konzern 1.000 Stellen streichen. Erst 2009 hatte Royal Dutch Shell den Abbau von 5.000 Arbeitsplätzen angekündigt gehabt.

Zu einem "richtig schlechten" Ergebnis im Raffineriebereich geselle sich ein schwaches im Bereich der Förderung, sagte ING-Analyst Jason Kenney. Die tägliche Öl- und Gasförderung sank im vierten Quartal um 2,5% auf 3,33 Mio Barrel Öläquivalent (boe). Als Grund nannte die Den Haager Royal Dutch Shell plc den natürlichen Rückgang der Fördermenge bei reifen Ölfeldern. Analysten hatten einen Rückgang um 2,6% erwartet.

Es gebe einen beachtlichen Kapazitätsüberschuss bei der industriellen Raffination, der durch die Rezession noch verschärft worden sei, erklärte der CEO. "Deshalb haben wir Initiativen auf den Weg gebracht, die uns helfen sollen, Shells Rafinerieaktiväten auf weniger, dafür profitablere Märkte zu konzentrieren." Die Zukunft von 560.000 Barrel an Raffineriekapaziät am Tag werde 2010 überprüft.

Im Morgenhandel gaben die A-Aktien von Shell an der Londoner Börse um 2,3% auf 1.735 Pence nach.

Webseite: www.shell.com 
 
   -Von James Herron, Dow Jones Newswires, 
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February 04, 2010 04:31 ET (09:31 GMT)

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