(neu: Stimmen von Equinet und Kepler)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Besser als erwartet ausgefallene Zahlen
für das dritte Geschäftsquartal haben die Aktien von Heidelberger
Druckmaschinen
Heidelberger Druck fuhr zwar zum siebten Mal in Folge einen Quartalsverlust ein, bestätigte aber seinen Ausblick für das Geschäftsjahr. Eine Trendwende in der leidenden Druckindustrie ist für Heidelberger aber immer noch nicht absehebar. Marktteilnehmer reagierten dennoch positiv: "Die Zahlen sind durch die Bank besser als erwartet", sagte ein Börsianer.
Analyst Dirk Nettling von der Commerzbank konstatierte auch einen guten Auftragseingang, der um rund 10 Prozent über den Markterwartungen liege und auch seine Prognosen übertreffe. Der operative Verlust sei zudem geringer als befürchtet. Hier hätten sich neben steigenden Umsätzen auch Fortschritte bei der Restrukturierung positiv bemerkbar gemacht, so der Experte. Dank eines höheren günstigen Einmaleffekts sei auch das Ergebnis je Aktie besser als gedacht. Nettling beließ sein Votum auf "Hold" mit dem Kursziel 5,50 Euro.
Holger Schmidt, Analyst bei Equinet, wertet die unerwartet guten Zahlen gar als Zeichen einer Trendwende: "Der erwartete Turnaround wird Realität." So beginne sich die Nachfrage zu stabilisieren, wenn auch nur mit geringer Dynamik. Strukturelle Kosteneinsparungsmaßnahmen seien vorgenommen. Sie sollten nun Ergebnisse in der Verbesserung der Profitabilität zeigen, so der Experte. Mit einer Konjunkturbelebung werde auch die Nachfrage nach Druckmaschinen anziehen. Mittelfristig ist Schmidt zuversichtlich, dass die Umsätze wieder über die Schwelle von 2,5 Milliarden Euro steigen, die für ein positives Ergebnis etwa nötig sei. Er bewertet HeidelDruck mit "Buy" und Ziel 7,00 Euro.
Auch Jörg-Andre Finke von Kepler Equities lobte den positiven
Auftragstrend. Angesichts der jüngsten Kommentare des Wettbewerbers
Koenig & Bauer
ISIN DE0007314007
AXC0074 2010-02-09/10:28
