Die Aktie von Salzgitter
Der Stahlkonzern hatte im vergangenen Jahr einen hohen Vorsteuerverlust von 495 Millionen Euro verbucht, wie er am Mittwochabend bekanntgab. Abschreibungen und Aufwendungen für Umstrukturierungen zählten zu den Gründen. Ein Händler urteilte: "Auf den ersten Blick scheint das eine Bilanz zu sein, in der in einem Rutsch gleich alle schlechten Nachrichten auf den Tisch gebracht wurden." Auf den zweiten Blick dürfte die Bilanz aber positiv gesehen werden, meinte er und verwies auch darauf, dass die Deutsche Bank nach der Zahlenvorlage bereits ihr Anlageurteil "Buy" für die Aktie bestätigt und JPMorgan die Aktie auf "Overweight" belassen habe. Analyst Jeffrey Largey von JPMorgan sprach von "soliden Verbesserungen" im vierten Quartal. Das vierte Quartal zeige einen klaren Erholungstrend, so dass es eine gute Möglichkeit für eine Rückkehr zur Profitabilität im Jahr 2010 gebe.
Ein weiterer Händler zielte vor vor allem auf den operativen Vorsteuerverlust im vierten Quartal ab. Er sagte, es widerstrebe ihm, positive Schlussfolgerungen über das operative Ergebnis vor Steuern zu ziehen, bevor er nicht mehr Einblick in die Bilanz bekomme. Auf den ersten Blick erscheine der operative Vorsteuerverlust von 160 Millionen Euro im vierten Quartal besser als seine geschätzten rund 260 Millionen Euro. "Doch dies Ergebnis beinhaltet Bestandsbewertungseffekte im EBIT der Konzerngruppe sowie einen Ergebnisbeitrag der at equity berücksichtigen Anteile an Aurubis. Mehr Details über diese positiven Einmaleffekte wurden von Salzgitter bislang nicht gegeben", monierte er. Die endgültige Bilanz von Salzgitter wird am 5. März bekanntgegeben./ck/rum
ISIN DE0006202005
AXC0058 2010-02-18/09:02
