Die Ölpreise haben am Mittwoch gegen Mittag nahezu unverändert tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur März-Auslieferung kostete 73,88 US-Dollar. Das waren 13 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank indes um sechs Cent auf 72,07 Dollar.
Am Ölmarkt stehe derzeit ein mögliches Rettungspaket für den angeschlagenen Euro-Staat Griechenland im Fokus, hieß es von Händlern. Nachdem bereits am Dienstag erste Hinweise auf Hilfen für Athen bekannt wurden, legten die Ölpreise kräftig um rund zwei Dollar zu. Begrenzt wurden die Kursgewinne jedoch durch neue Zahlen zu den US-Ölbeständen. Das American Petroleum Institute (API) hatte am Dienstag einen starken Aufbau der Rohölreserven gemeldet, was von Experten als Indiz für eine anhaltend schwache Ölnachfrage gedeutet wurde.
Ob die API-Daten durch offizielle Zahlen bestätigt werden, wird sich erst am Freitag herausstellen. Die Regierungszahlen werden nicht wie gewöhnlich am Mittwoch, sondern erst am Freitag veröffentlicht. Laut Commerzbank liegt der Grund im Wintereinbruch an der US-Ostküste. Unterdessen hat die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage 2010 leicht um 10.000 Barrel auf 810.000 Barrel pro Tag gesenkt.
Der Preis für Opec-Rohöl ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 69,76 Dollar. Das waren 90 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bf/jha/
AXC0115 2010-02-10/13:31
