Sprites
Klicken Sie bitte hier, um diesen Artikel jetzt auszudrucken.
01.03.2010 | 14:52
(21 Leser)
dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFX

Aktien Frankfurt: Freundlich - Griechenland-Sorgen verblassen, Merck im Blick

Die Hoffnung auf eine Lösung der griechischen Schuldenkrise hat den deutschen Aktienmarkt am Montag gestützt. Der Dax kletterte um 1,07 Prozent auf 5.658,36 Punkte und knüpfte damit an seine Erholung um 1,20 Prozent am Freitag an. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es am frühen Nachmittag um 0,73 Prozent auf 7.447,35 Zähler nach oben, der TecDax verbesserte sich um 0,38 Prozent auf 791,11 Punkte.

Händlern zufolge setzten einige Anleger darauf, dass die Europäische Union den Griechen zur Seite springen wird. Bereits am Freitag hatten Spekulationen für Auftrieb gesorgt, wonach die KfW Förderbank der deutschen Wirtschaft griechische Anleihen aufkaufen könnte. Laut Marktanalyst Marco Günther von der Hamburger Sparkasse kann sich die Nachrichtenlage zu Griechenland jedoch fast stündlich ändern. Insofern glaube er nicht, dass das Kursplus nachhaltig sei.

Für den meisten Gesprächsstoff sorgte der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck. Dieser will die US-Biotechnologiefirma Millipore für rund 7,2 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) inklusive Schulden übernehmen. Börsianern zufolge wäre der Zukauf zwar sinnvoll, der Preis sei aber nicht billig. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank meint, dass die Transaktion aus strategischer Sicht sinnvoll sei. Die Amerikaner besäßen einen starken Fokus auf die Filtrationstechnik, die wiederum nicht zu den Kernkompetenzen von Merck zähle. Merck-Papiere drehten nach schwachem Start ins Plus und legten 2,32 Prozent auf 59,14 Euro zu.

Aktien von Adidas verteuerten sich an der Dax-Spitze um 3,48 Prozent auf 37,655 Euro. Der Ausblick des Sportartikelherstellers habe sich in den vergangenen Quartalen weiter verbessert, schrieben die Experten der Deutschen Bank in einer aktuellen Studie.

Die Titel der Commerzbank aber fielen am Dax-Ende um 0,99 Prozent auf 5,423 Euro. Die polnische Tochter BRE Bank braucht Kapital und will Aktien für bis zu rund einer halben Milliarde Euro platzieren. Die Commerzbank sagte die volle Unterstützung der Kapitalerhöhung zu und will ihren Anteil an der Bank stabil halten.

Im MDax schnellten die Papiere des Chemiekonzerns Lanxess nach einer Prognoseerhöhung um 4,80 Prozent auf 28,295 Euro in die Höhe. Die Reifenindustrie treibe die Nachfrage nach synthetischen Kunststoffen nach oben, meinte ein Händler. Zudem stiegen die Titel des Kupferherstellers Aurubis um 3,64 Prozent auf 35,16 Euro. Händler verwiesen vor allem auf den starken Anstieg der Kupferpreise, nachdem die Kupfer-Transporte wegen eines Erdbebens in Chile stockten.

Favorit in dem Technologieindex TecDax waren die Aktien von Centrotherm Photovoltaics , die sich um 3,74 Prozent auf 30,785 Euro verteuerten. Der auf die Solarindustrie spezialisierte Maschinenbauer erhielt einen Großauftrag aus Katar. Auftraggeber ist die Qatar Solar Technologies, ein Gemeinschaftsunternehmen der staatlichen Stiftung Qatar Foundation und des Bonner Solarunternehmens Solarworld . Solarworld-Titel fielen um 3,71 Prozent auf 9,773 Euro./la/dr

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX --- AXC0139 2010-03-01/14:52


© 2010 dpa-AFX

Link: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-03/16258571-aktien-frankfurt-freundlich-griechenland-sorgen-verblassen-merck-im-blick-016.htm