(Neu: Analystenkommentar Merrill Lynch, Equinet)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Einige positive Analystenstudien und die
Prognoseanhebung eines Konkurrenten haben K+S-Aktien
Der weltgrößte Kunstdüngerhersteller Potash
Indes senkte die Deutsche Bank wegen der schwachen Zahlen ihr Votum für die Aktie von "Hold" auf "Sell" bei einem weiter gültigen Kursziel von 37 Euro. Selbst nachdem sie ihre Gewinnschätzung für 2010 um zehn Prozent gesenkt habe, sähen ihre Prognosen im Vergleich zum Unternehmensausblick optimistisch aus, schrieb Analystin Virginie Boucher-Ferte. Auch erscheine das Papier immer noch um fünf bis zehn Prozent zu hoch bewertet - dieser Aufschlag sei weder mit Blick auf die Branche noch im historischen Vergleich zu rechtfertigen.
Die Citigroup erhöhte dagegen ihr Kursziel für K+S von 30 auf 33 Euro, blieb aber bei ihrer "Sell"-Empfehlung. Analystin Sophie Jourdier sieht zwar eine Erholung im Pottasche-Bereich. "Der momentane Aktienkurs preist hier allerdings eine viel höhere Gewinnerholung ein, als sie wahrscheinlich ist", gab sie zu bedenken. Das hohe Angebot sollte einer deutlichen Preiserholung im Wege stehen. Das höhere K+S-Ziel und die nach oben revidierten Gewinnschätzungen begründete Jourdier primär mit dem schwächeren Euro und Details zur Konsolidierung des übernommenen US-Salzproduzenten Morton Salt. Die Analysten von Cheuvreux hoben ihr Ziel von 56 auf 57 Euro und bleiben bei "Outperform".
Equinet hat das Kursziel von 37,00 auf 40,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Reduce" belassen. Das neue Ziel resultiere aus dem gestiegenen fairen Wert der Aktie, schrieb Analyst Michael Schäfer. Für das erste Quartal 2010 rechne er mit starken Zahlen des Düngemittelkonzerns. Danach könnte es aber zu einer Kurskorrektur kommen.
Merrill Lynch blieb auf "Buy" mit dem Kursziel 55,00 Euro. Angesichts der Erholung des Kalidüngermarktes könnte sich die Absatzprognose des Unternehmens von sechs Millionen Tonnen im Jahr 2010 als zu niedrig erweisen, schrieb Analyst Andrew Stott. Neben der Stärke wichtiger Absatzmärkte dürfte vor allem die Preisentwicklung positiv überraschen. Zudem habe K+S in der Salzsparte im vierten Quartal Fortschritte erzielt. Stott beließ seine Prognosen größtenteils unverändert und rechnet für 2010 und 2011 mit einem Gewinn je Aktie rund 50 respektive 30 Prozent über den Markterwartungen./gl/fat/rum
ISIN DE0007162000
AXC0064 2010-03-12/11:28
