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16.03.2010 | 08:50
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dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFX

Conti setzt in China auf einheimische Autohersteller

Der Autozulieferer Continental vertraut bei der Expansion seiner Tochter Contitech in China eher auf Geschäfte mit heimischen Autoherstellern als mit westlichen. "Wir werden eigens ein Sales-Team gründen, das sich von Schanghai aus um die chinesischen Autohersteller kümmert", sagte Contitech-Geschäftsführer und Continental-Vorstand Heinz-Gerhard Wente der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). "Ich glaube, dass die chinesischen Hersteller gute Chancen haben, schnell aufzuholen. Wir nehmen sie als Kunden sehr ernst." Ein weiterer Kundenschwerpunkt sind örtliche Eisenbahnbauer.

China ist ein Schlüsselmarkt. Das offizielle Conti-Ziel ist es, bis 2014 den Umsatz in China auf 300 Millionen Euro zu verdoppeln. Dazu braucht Contitech die örtlichen Kunden. Einziger Kunde im Autogeschäft in China ist bislang General Motors, die Teile aus Gummi und Metall abnehmen, um die Schwingungen und Geräusche der Fahrzeuge zu reduzieren. GM ist zwar ein Großkunde, der allerdings in China weit langsamer wächst als viele heimische Hersteller oder deren asiatische Konkurrenz wie etwa Hyundai.

"Wenn wir unseren globalen Marktanteil halten wollen, dann müssen wir berücksichtigen, dass das Wachstum in Asien stattfindet", sagte Wente. Auch Vorstandschef Elmar Degenhart hatte im Februar betont, dass fast 50 Prozent aller Fahrzeuge bereits in Asien gebaut werden. "Daran müssen wir unseren Umsatz orientieren." Selbst im Krisenjahr 2009 steigerte Contitech seinen Umsatz in China um 34 Prozent. Denn China wuchs trotz Krise. Dank Steueranreizen der Regierung etwa wurden 2009 dort 10,26 Millionen Autos verkauft (2008: 9,38 Millionen)./fn/sk

ISIN DE0005439004

AXC0035 2010-03-16/08:50


© 2010 dpa-AFX

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