DJ US-Anleihen tendieren im späten Handel sehr fest - Rally dank BIP
NEW YORK (Dow Jones)--Sehr fest haben die Notierungen der US-Staatsanleihen am Freitag im späten New Yorker Handel tendiert. Im Handel war von einer Rally im Zuge schwacher BIP-Daten die Rede. Aber auch der Monatsultimo habe gestützt, hieß es weiter. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,500% zogen um 22/32 auf 105-2/32 an und rentierten mit 2,90%. Der mit 4,375% verzinste Longbond kletterte um 1-19/32 auf 106-22/32, seine Rendite fiel damit auf 3,99%. Im Verlauf erreichte die Rendite von US-Schuldtiteln mit zweijähriger Laufzeit ein neues Rekordtief von 0,539%, anschließend erholte sich die Rendite leicht auf 0,55%.
Hauptauslöser der Rally am Rentenmarkt waren die Werte zum BIP-Wachstum in den USA. Das BIP erhöhte sich zwischen April und Juni um 2,4% gegenüber dem Vorquartal. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg um 2,5% gerechnet. Die Daten nährten Spekulationen, die US-Notenbank könne noch lange an ihrer Niedrigzinspolitik nahe Null festhalten. "Niedrige Renditen am Anleihemarkt sind per se noch kein Zeichen einer schwächelnden Konjunktur. Sie reflektieren aber die Besorgnis der Märkte", sagte ein Rentenhändler mit Blick auf die BIP-Daten.
Nur unwesentlich belasteten die weiteren Konjunkturdaten des Tages. Der Verband der Einkaufsmanager in Chicago hat einen Anstieg des Index der Geschäftstätigkeit im Juli auf saisonbereinigt 62,3 gemeldet. Ökonomen hatten im Vorfeld einen Stand von 56,0 prognostiziert. Im Juni hatte der Wert 59,1 betragen. Des Weiteren hat sich die Verbraucherstimmung in den USA im Juli nicht ganz so stark wie bislang berichtet eingetrübt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung fiel nach den Ergebnissen der zweiten Umfrage auf 67,8. Ökonomen hatten den Indexstand bei 67,2 prognostiziert. Nach der ersten Befragung hatte sich ein Stand von 66,5 ergeben.
Im Handel wurde aber neben den Konjunkturdaten auch auf Käufe zum Monatsende verwiesen. Am letzten Handelstag des Monats kauften vor allem Fondsmanagers US-Anleihen, um Anpassungen bei den von ihnen gehaltenen Anlagepositionen vorzunehmen, hieß es. Zudem gab es weiterhin kaum Anzeichen für Inflationsdruck: Die Arbeitskosten in den USA sind im zweiten Quartal wie von Volkswirten erwartet um 0,5% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im Vorquartal war ein Anstieg von 0,6% verzeichnet worden.
DJG/DJN/flf
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July 30, 2010 17:31 ET (21:31 GMT)
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