DJ S&P: Deutsche Bank stark vom Investmentbanking abhängig
FRANKFURT (Dow Jones)--Die starke Abhängigkeit der Deutschen Bank vom Investmentbanking lastet auf der Bonität des Frankfurter Geldhauses, wirkt sich angesichts seiner Marktbedeutung aber nicht auf das Rating aus. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte jedoch das Stand-Alone Credit Profile am Mittwoch um eine Stufe.
Weil die Deutsche Bank für das deutsche und europäische Finanzsystem systemisch wichtig sei und im Falle eines Falles mit einer Unterstützung der Bundesregierung rechnen könne, bleibe es insgesamt aber beim Langfristrating "A+", heißt es in einer Mitteilung von S&P.
Die Bestätigung des Ratings fuße auf der Stärke der Deutschen Bank im Firmenkundengeschäft und im Investmentbanking, der guten Entwicklung im Bereich der kommerziellen Bankdienstleistungen, der konsequenten Strategie und der hohen systemischen Bedeutung des Bankhauses, erläuterte Kreditanalyst Scott Bugie.
Belastend wirke sich allerdings aus, dass der DAX-Konzern nach wie vor stark von Einnahmen und Gewinnen aus dem Investmentbanking abhängig sei. Dieses Geschäft sei schwankungsanfälliger als andere Geschäfte des Bankensektors. S&P wies demgegenüber auf den vergleichsweise geringen Gewinnbeitrag aus dem Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung hin.
S&P hält es ferner für wahrscheinlich, dass das Ergebnis der Deutschen Bank im zweiten Halbjahr schwächer ausfallen wird als in den ersten sechs Monaten. Denn werde 2010 mit mehr Gewinn abgeschlossen als 2009.
Webseite: www.standardandpoors.com DJG/rio/jhe
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September 08, 2010 12:30 ET (16:30 GMT)
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