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09.09.2010 | 21:18
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Wall Street zwischen Hoffen und Bangen: Arbeitslosenzahlen, McDonald's, Goldman Sachs im Fokus

Die neuen Daten des Arbeitsministeriums knüpften an die Erfolge der Vorwoche an. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen überraschend um 27.000 Stück zurück. Die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger sank um 2.000 auf 4,48 Millionen und erreichte das niedrigste Niveau seit Dezember 2008. Noch ein weiteres Konjunkturdatum überzeugte den US-Markt. Die Handelsbilanz fiel im Juli besser aus als erwartet. Das Defizit sank um 14 Prozent auf 42,8 Milliarden Dollar. Die Exporte stiegen so stark wie seit knapp einem Jahr nicht mehr.

Die Wall Street präsentierte sich in der Folge freundlich. Im Dow Jones gewannen vor allem die Banken an Boden. Morgan Stanley rechnet Berichten zufolge damit, dass große US-Finanzinstitute im nächsten Jahr die Dividende anheben und Aktienrückkäufe starten werden. Analysten von Rochdale Securities glauben darüber hinaus an eine Welle von Übernahmen auf dem Finanzsektor. Vor allem regionale US-Banken könnten von Interesse sein. Titel wie JPMorgan und Bank of America legten zeitweise über ein Prozent zu.

Auch Papiere von Goldman Sachs waren beliebt. Obwohl es eigentlich schlechte Nachrichten gab: Die Investmentbank muss der britischen Finanzaufsicht 1,75 Millionen Pfund zahlen. Goldman hatte die Aufsicht nicht ausreichend über laufende Ermittlungen in den USA informiert. Die Strafe ist eine der höchsten der britischen Finanzaufsicht überhaupt.

Bei McDonald's lief es genau umgekehrt. Die Neuigkeiten fielen positiv aus: Die vergleichbaren Filialumsätze stiegen im August um 4,9 Prozent an und trafen die Erwartungen. Die Regionen USA und Asien/Mittlerer Osten/Afrika schnitten noch etwas besser ab als die Umsätze in Europa. Aktien von McDonald's taten sich am Donnerstag dennoch schwer. Die Anleger scheinen ihre Gewinne mitzunehmen, nachdem in dieser Woche schon ein neues Rekordhoch erreicht wurde.

Am Nachmittag flachte sich die Entwicklung von Dow Jones und Nasdaq wieder ab. Es machten Spekulationen um eine mögliche Kapitalerhöhung der Deutschen Bank die Runde. Unbestätigten Informationen zufolge will das Finanzinsitut neun Milliarden Euro einsammeln. Über die Gründe ranken sich ebenfalls Gerüchte. Einerseits könnte die Deutsche Bank so den Anteil an der Postbank aufstocken. Eine andere Möglichkeit wäre, dass man den neuen Kapitalvorgaben von "Basel III" entsprechen will.

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© 2010 Der Aktionär

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