Ausgewählte Analysten-Einstufungen im
dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 30.11.2011
ALLIANZ
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Allianz von 118,00 auf 110,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf
"Overweight" belassen. Angesichts der ungewissen
Konjunkturaussichten sollten Anleger bei Aktien von qualitativ
hochwertigen Versicherern bleiben, empfiehlt Analyst Jon Hocking in
der Studie vom Mittwoch. Hocking favorisiert weiterhin
Versicherungskonzerne mit begrenztem Zinsrisiko, hochwertigen
Finanzanlagen und starker Kapitalisierung. Er fügte die Titel von
Amlin und ING der "Most Prefered List" von
Morgan Stanley hinzu.
ALLIANZ
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Allianz
nach den Plänen zum Umbau der Sachversicherung auf "Add"
mit einem Kursziel von 92,00 Euro belassen. Die Führungsmannschaft
um Deutschlandchef Markus Rieß wolle die Bruttoprämien der
Schaden-Unfall-Sparte bis 2014 von 9,0 auf 9,5 Milliarden Euro
steigern, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom
Mittwoch. Neben der Einführung neuer Produkte wolle der Konzern die
Kostenquote unter anderem durch Personalreduzierung um zwei
Prozentpunkte senken.
ALLIANZ
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung der Allianz nach angekündigten Sparmaßnahmen in der Sachversicherungs-Sparte auf
"Accumulate" mit einem Kursziel von 82,00 Euro belassen. Das von
Deutschland-Chef Markus Rieß in einem "Handelsblatt"-Interview
genannte Effizienz-Programm sei positiv zu werten, da sich das
Sachversicherungs-Geschäft zuletzt vergleichsweise schwach
entwickelt habe, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom
Mittwoch. Der Einfluss der Maßnahmen auf den Konzerngewinn dürfte
jedoch eher begrenzt sein.
BANCO SANTANDER
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Banco Santander von 7,60 auf 6,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf
"Neutral" belassen. Die wegen der staatlichen Schuldenproblematik
hohen Refinanzierungskosten sowie der Schuldenabbau dürften die
Profitabilität der Bank weiter belasten, schrieb Analyst Jaime
Becerril in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings ziehe er Santander
den Aktien der spanischen Konkurrenz vor. Die Gründe seien eine
breitere Ertragsbasis sowie die in einem Stresstestszenario relativ
zur Marktkapitalisierung geringere Kapitallücke.
BAYER
LONDON - Die Citigroup hat die Beobachtung der Bayer-Aktie
mit "Buy" und einem Kursziel von 61,00 Euro aufgenommen
und den Titel außerdem auf die "Most Preferred List" gesetzt. Er
sehe bei den Konsensschätzungen für den Kerngewinn je Aktie für 2013
und 2014 noch Luft nach oben, schrieb Analyst Andrew Baum in einer
Studie vom Mittwoch. Potenzial erwachse aus der Pharmapipeline mit
ihren weit entwickelten Kandidaten, vor allem dem Gerinnungshemmer
Xarelto. Zudem dürften sich die Sparte CropScience und das
Schwellenländergeschäft stark entwickeln. Positiv sei auch, dass die
Steuerquote im Jahr 2014 vermutlich von 28 auf 25 Prozent sinken
werde.
BMW
LONDON - JPMorgan hat BMW von "Neutral" auf
"Overweight" hochgestuft, das Kursziel aber von 89,00 auf 73,00 Euro
gesenkt. Im Vergleich zum Wettbewerber Daimler dürfte BMW
2012 Vorteile beim Modellzyklus haben, schrieb Analyst Ranjit
Unnithan in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem dürfte der
Rohstoffkostendruck bei BMW geringer sein. Insgesamt ziehe er
allerdings die Aktien von Reifenherstellern denen der Autobauer vor.
BRENNTAG
HAMBURG - Die Berenberg Bank hat die Einstufung für Brenntag
nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem
Kursziel von 86,00 Euro belassen. Die Geschäftsentwicklung des
Chemiekalienhändlers sei nach wie vor weitgehend solide, schrieb
Analyst Jaideep Pandya in einer Studie vom Mittwoch. Das
Unternehmensziel eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) für 2011 von 650 bis 670 Millionen Euro sei
intakt. Auch die durchschnittliche Markterwartung eines EBITDA von
712 Millionen Euro sei durchaus erreichbar.
CENTROTHERM PHOTOVOLTAICS
ZÜRICH - Die UBS hat Centrotherm Photovoltaics von
"Sell" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 11,00 auf
10,00 (Kurs: 10,055) Euro gesenkt. Nachdem der Kurs sich seit der
Gewinnwarnung Ende Oktober circa halbiert habe, seien die
gegenwärtigen Herausforderungen für die Solarbranche angemessener
eingepreist, schrieb Analyst Jean-Francois Meymandi in einer Studie
vom Mittwoch. Allerdings seien seine reduzierten Gewinnschätzungen
je Aktie für 2012 und 2013 unter die Markterwartungen gefallen.
Trotz eines vermutlichen Großauftrages aus Algerien lasse sich die
künftige Margenentwicklung der Sparte Silizium & Wafer nur sehr
schwer vorhersagen.
DAIMLER
LONDON - JPMorgan hat Daimler von "Overweight" auf
"Neutral" abgestuft und das Kursziel von 62,00 auf 42,00 Euro
gesenkt. Im Vergleich zu BMW werde Daimler 2012 einen
ungünstigen Zeitpunkt im Modellzyklus erreichen und mit einem
größeren Rohstoffkostendruck zu kämpfen haben, schrieb Analyst
Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Insgesamt
ziehe er die Aktien von Reifenherstellern denen der Autobauer vor.
DEUTSCHE WOHNEN
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Deutsche Wohnen nach
erfolgreicher Kapitalerhöhung von "Add" auf "Buy" hochgestuft, das
Kursziel aber von 12,50 auf 11,80 Euro gesenkt. Der Wert sei sein
neuer Favorit im deutschen Immobiliensektor, schrieb Analyst Thomas
Rothäusler in einer Studie vom Mittwoch. Die Bewertung der Aktie sei
angesichts des starken Gewinnwachstums und der stabilen Bilanz
attraktiv. Die Finanzmärkte könnten im Konkurrenten GSW Immobilien
den nächsten Kandidaten für eine Kapitalerhöhung sehen,
was die Deutsche Wohnen relativ zum Sektor attraktiver mache.
EADS
LONDON - Das Bankhaus HSBC hat das Kursziel für EADS von 24,50 auf 23,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf
"Neutral" belassen. Er habe kleinere Anpassungen an seinem Modell
für das Unternehmen vorgenommen, schrieb Analyst Harry Nourse in
einer Studie vom Mittwoch. Das besser als bisher gedacht verlaufende
2011 habe jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Bewertung. Die
Schätzungen für die Airbus-Sparte blieben zum größten Teil
unverändert, doch müsse weiter auf den A350 geachtet werden. Der
Konzern versuche nach der Produktionsverzögerung, Probleme wie bei
der 787 des Konkurrenten Boeing zu vermeiden. Von der Verzögerung
abgesehen scheine die Profitabilitätssteigerung bei Airbus jedoch
intakt zu sein.
EADS
PARIS - Cheuvreux hat EADS nach dem
Insolvenzantrag von American Airlines mit einem
Kursziel von 29,00 Euro auf der "Selected List" belassen. Der
jüngste Großauftrag der US-Fluggesellschaft für den
Flugzeughersteller sei dadurch nicht in Gefahr, da die bestellten
Flugzeuge erst in einigen Jahren geliefert werden, schrieb Analyst
Antoine Boivin-Champeaux in einer Studie vom Mittwoch. American
Airlines werde, wie zuvor bereits andere US-Konkurrenten, gestärkt
aus der momentanen Zahlungsunfähigkeit hervorgehen. Die EADS-Aktie
verdiene angesichts der guten Profitabilität des Unternehmens höhere
Bewertungsmultiplikatoren.
EADS
LONDON - Barclays hat die Einstufung für EADS nach der Insolvenz von AMR auf
"Overweight" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Der vom
Mutterkonzern von American Airlines beantragte Gläubigerschutz nach
Chapter 11 sollte für die Flugzeughersteller EADS und Boeing
sowie für die Zulieferer der Luftfahrtindustrie
lediglich moderate Folgen haben, da die bestellten Flugzeuge
weiterhin ausgeliefert werden dürften, schrieb Analyst Carter
Copeland in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie.
GLAXOSMITHKLINE
LONDON - Die Citigroup hat die Beobachtung der Aktie von
GlaxoSmithKline (GSK) mit "Buy" und einem
Kursziel von 1.570 Pence aufgenommen. Er liege mit seinen
Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 bis 2016 um bis zu 16 Prozent
über den Konsensschätzungen, schrieb Analyst Andrew Baum in einer
Studie vom Mittwoch. Der Markt missachte, dass sich die Zulassung
von Generika für das Medikament Advair in der EU wahrscheinlich bis
mindestens 2013 verzögere. Auch die nach 2012 auftretenden positiven
Effekte durch Werksschließungen und die Implementierung von
SAP-Software würden nicht genügend berücksichtigt. Positiv
sei ferner ein sinkender effektiver Steuersatz. Die GSK-Aktie sei
überzeugend bewertet.
GSW IMMOBILIEN
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktie von GSW Immobilien
nach der Vorlage des Geschäftsberichts von "Buy" auf "Add"
abgestuft, das Kursziel aber von 24,00 auf 26,00 angehoben (Kurs:
22,90 Euro). Die Ergebnisse der ersten neun Monate des
Geschäftsjahrs seien wenig aufregend gewesen, schrieb Analyst Thomas
Rothäusler in einer Studie vom Mittwoch.
HHLA
LONDON - Goldman Sachs hat HHLA in die "Conviction
Buy List" aufgenommen und das Kursziel von 29,50 auf 33,00 Euro
angehoben. Die Europäische Kommission dürfte die Vertiefung der
Elbe-Fahrrinne unterstützen, schrieb Analyst Edouard Baldini in
einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Die Arbeiten könnten bereits
zum Ende des ersten Quartals 2012 beginnen. Die Früchte dürfte der
Hafenlogistiker dank der dann erwarteten Marktanteilsgewinne, einer
steigenden Preismacht und geringerer operativer Kosten ab 2013
ernten. Vor diesem Hintergrund seien die Aktien günstig bewertet.
Bei der Kurszielfindung gehe er nun von einer Vertiefung der Elbe
aus, nachdem er dieses Szenario bisher nur zur Hälfte einbezogen
habe.
ING
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für ING von 10,50 auf 9,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf
"Overweight" belassen. Angesichts der ungewissen
Konjunkturaussichten sollten Anleger bei Aktien von qualitativ
hochwertigen Versicherern bleiben, empfiehlt Analyst Jon Hocking in
einer Branchenstudie vom Mittwoch. Hocking favorisiert weiterhin
Versicherungskonzerne mit begrenztem Zinsrisiko, hochwertigen
Finanzanlagen und starker Kapitalisierung. Er fügte die Titel von
ING und Amlin der "Most Prefered List" von Morgan Stanley
hinzu.
IVG IMMOBILIEN
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat die Einstufung für IVG
Immobilien nach einer angekündigten Kapitalerhöhung auf
"Kaufen" mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Der Substanzwert
dürfte dadurch um 23 Prozent auf 5,14 Euro je Aktien sinken, schrieb
Analyst Frank Neumann in einer Studie vom Mittwoch. Die
Kapitalerhöhung des Immobilienunternehmens mache wenig Sinn, da laut
IVG keinerlei Druck von Banken und Aktionären für eine solche
Maßnahme ausgeübt worden sei.
IVG IMMOBILIEN
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung von IVG Immobilien
angesichts der Kapitalerhöhung von "Buy" auf "Sell" und
das Kursziel von 5,00 auf 2,10 Euro gesenkt. Die Maßnahme sei eine
negative Überraschung, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer
Studie vom Mittwoch. Der Zeitpunkt sei angesichts des tiefen
Kursniveaus sehr ungünstig, und der Nettovermögenswert werde
erheblich verwässert. Offensichtlich befinde sich das Unternehmen in
einer schwierigen Situation, in der es auf eine Kapitalspritze
zwingend angewiesen sei.
K+S
LONDON - Merrill Lynch hat das Kursziel für K+S nach
Einzelheiten zum kanadischen Legacy-Projekt von 39,00 auf 37,00
(Kurs: 40,48) Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform"
belassen. Im Vergleich zur ursprünglichen Machbarkeitsstudie gebe es
drei negative Punkte, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie
vom Mittwoch. Die notwendigen Investitionen seien gestiegen, was
aber zur Hälfte auf Währungseffekte zurückzuführen sei. Zudem
verwies der Experte auf höhere Cash-Produktionskosten und das
Produktionsmaximum, das in den Phasen 1 sowie 2 etwas später
erreicht werde.
K+S
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für K+S
nach Details zum Expansionsprojekt Legacy in Kanada von
50,00 auf 55,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen"
belassen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Dünger- und Salzproduzenten
dürfte sich durch die im Rahmen von Legacy geplante Steigerung der
Kaliproduktion verbessern, schrieb Analyst Mark Gabriel in einer
Studie vom Mittwoch. Er habe das Kursziel an das neu erwartete
Investitionsvolumen sowie den Barwert des Projektes angepasst.
K+S
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für K+S nach
der angekündigten Kali-Produktionsausweitung in Kanada von 58,50 auf
59,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen.
Mit dem sogenannten Legacy-Projekt dürfte sich die Kali-Produktion
des Düngemittelkonzerns zu günstigeren Kosten um rund 40 Prozent
erhöhen, schrieb Analyst Jesko Mayer-Wegelin in einer Studie vom
Mittwoch. Das Projekt solle nach einem Produktionsstart 2015 bereits
2016 einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis leisten und sei
noch nicht ausreichend in die Aktie eingepreist.
MICHELIN
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Michelin von 71,00 auf 72,00 Euro angehoben und die Einstufung auf
"Overweight" belassen. Da die Gewinne der Reifenhersteller im
Gegensatz zu denen der Autobauer auch 2012 wachsen könnten, ziehe er
die Aktien ersterer vor, schrieb Analyst Ranjit Unnithan in einer
Branchenstudie vom Mittwoch. Die Gründe seien recht stabile
Reifenpreise und sinkende Rohstoffkosten. Vor diesem Hintergrund sei
Michelin ein "Top Pick".
NORDEX
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Nordex von 3,80
auf 3,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Wegen
des hohen Geschäftsanteils Europas würde der Hersteller von
Windkraftanlagen besonders stark unter einer weiteren
Konjunkturtrübung in dieser Zone leiden, schrieb Analyst
Jean-Francois Meymandi in einer Studie vom Mittwoch. Trotz
vermutlich steigender Marktanteile habe er die Gewinnprognosen für
2012 reduziert. Sollte das Finanzierungsumfeld sich weiter
verschlechtern, könnten auch diese zu hoch sein.
PEUGEOT
LONDON - JPMorgan hat Peugeot von
"Underweight" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 22,00
auf 19,00 Euro gesenkt. Analyst Ranjit Unnithan begründete in einer
Branchenstudie vom Mittwoch sein neues Anlagevotum mit der
gegenwärtigen Bewertung der Aktien. Peugeot zähle zu den Autowerten
mit den geringsten Kursrisiken. Im Jahr 2012 dürften die Gewinne der
europäischen Autobauer allerdings sinken. Daher ziehe er die Aktien
von Reifenherstellern vor.
PPR
LONDON - Barclays hat das Kursziel für Pinault-Printemps-Redoute
(PPR) von 153,00 auf 151,00 Euro gesenkt, die
Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Sie habe ihre
Gewinnschätzungen je Aktie für 2011 um drei Prozent reduziert, um
damit die anhaltende Schwäche im Einzelhandel sowie die höhere
Zinsbelastung durch die Puma-Aktienkäufe und die
Sowind-Akquisition widerzuspiegeln, schrieb Analystin Helen Brand in
einer Studie vom Mittwoch. PPR bleibe aber einer ihrer bevorzugten
Titel im Luxusgütersektor.
PROSIEBENSAT1 MEDIA
PARIS - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für ProSiebenSat.1
Media von 18,00 auf 16,00 Euro gesenkt und die Einstufung
auf "Neutral" belassen. Er habe die Gewinnprognosen wegen des trüben
Werbemarktumfeldes reduziert, schrieb Analyst Nicolas Didio in einer
Branchenstudie vom Mittwoch. Die Stimmung unter den Werbekunden
scheine schlechter zu werden und ihre Ausgabenbereitschaft zu
sinken.
QIAGEN
PARIS - Exane BNP Paribas hat Qiagen nach einer
angekündigten Restrukturierung auf "Neutral" mit einem Kursziel von
13,00 Euro belassen. Das angekündigte Programm und die geplanten
Stellenstreichungen machten das aggressive Unternehmensziel einer
bereinigten operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von mehr als 31
Prozent bis Ende 2013 glaubwürdiger, schrieb Analyst Romain Zana in
einer Studie vom Mittwoch. Das Biotechunternehmen passe die
Kostenstruktur an das langsamere Umsatzwachstum an. Die
Markterwartungen dürften allerdings kaum zulegen, da sie die für
2013 gesteckten Ziele bereits antizipierten. Wegen der teils schwer
berechenbaren Geschäftsentwicklung bleibe es beim neutralen Votum.
QIAGEN
DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat das
Kursziel für Qiagen von 13,00 auf 11,50 Euro gesenkt und
die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das neue Effizienzprogramm
des Biotech-Konzerns sei zwar positiv, reiche aber allein nicht aus,
schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Mittwoch. Das
Aufwärtspotenzial für die Aktie ist derzeit seines Erachtens
begrenzt, bis Qiagen erneut die Fähigkeit bewiesen habe, das
Umsatzwachstum 2012 zu steigern.
RENAULT
LONDON - JPMorgan hat Renault von
"Underweight" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 42,00
auf 36,00 Euro gesenkt. Analyst Ranjit Unnithan begründete in einer
Branchenstudie vom Mittwoch sein neues Anlagevotum mit der
gegenwärtigen Bewertung der Aktien. Im Jahr 2012 dürften die Gewinne
der europäischen Autobauer allerdings sinken. Daher ziehe er die
Aktien von Reifenherstellern vor.
REPSOL
LONDON - Barclays hat die Aktie von Repsol-YPF von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das
Kursziel von 27,50 auf 28,00 Euro angehoben. 2012 dürfte für den
Ölkonzern ein überragendes Jahr werden, schrieb Analystin Lucy
Haskins in einer Studie vom Mittwoch. Die Spanier hätten eines der
aktivsten Ölbohrprogramme im Sektor und dürften zudem bei der
Evaluierung der entdeckten Ölschiefer-Vorkommen in Argentinien gut
vorankommen. Die in der dortigen Region Vaca Muerta (zu deutsch:
tote Kuh) gelegenen Ölschiefer bezeichnete die Expertin als die wohl
beste tote Kuh der Welt.
SANOFI
LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Sanofi von 70,00 auf 68,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf
"Buy" belassen. Seine reduzierten Schätzungen reflektierten die
Konzernziele für 2013, schrieb Analyst Mark Dainty in einer Studie
vom Mittwoch. Der Pharmahersteller kehre aber auf den Wachstumspfad
zurück. Außerdem drückten Werksschließungen und Stellenstreichungen
im Forschungs- und Entwicklungsbereich die Kosten. Dies alles dürfte
zu einer höheren Aktienbewertung führen.
SARTORIUS Vorzugsaktien
DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für die Vorzugsaktien
von Sartorius nach der Übernahme des
Liquid-Handling-Geschäfts des finnischen Laborzulieferers Biohit von
50,00 auf 46,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy"
belassen. Er habe das Kursziel angesichts der Akquisition sowie
infolge der Zahlen zum dritten Quartal angepasst, schrieb Analyst
Oliver Kämmerer in einer Studie vom Mittwoch. Durch den Zukauf werde
der Unternehmensumbau beschleunigt: Der Hersteller von Prozess- und
Labortechnik wolle die Profitabilität steigern und die
Konjunktursensitivität senken.
SKY DEUTSCHLAND
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Sky Deutschland nach den jüngsten Kursverlusten von "Verkaufen" auf "Halten"
hochgestuft und das Kursziel auf 2,10 Euro belassen. Die Papiere
hätten vermutlich unter den Unsicherheiten bezüglich der Vermarktung
der Bundesliga sowie eventuell weiterem Finanzierungsbedarf
gelitten, schrieb Analyst Frank Neumann in einer Studie vom
Mittwoch. Der Bezahlsender habe wahrscheinlich weiteren
Kapitalbedarf, was sich negativ auf den Aktienkurs auswirken sollte.
Gleichzeitig sei aber nicht auszuschließen, dass der Kurs positiv
auf ein erfolgreiches Ende des Rechtepokers um die
Fußball-Bundesliga endet. Aufgrund der kurzfristigen Unsicherheit
laute das Votum daher "Halten".
SOLAR MILLENNIUM
DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für Solar Millennium
von 1,90 auf 0,90 Euro gesenkt und die Einstufung auf
"Sell" belassen. Er sei hinsichtlich des Renditepotenzials des
Projektentwicklungsgeschäfts vorsichtiger geworden, schrieb Analyst
Peter Wirtz in einer Studie vom Mittwoch. Die Nachrichtenlage der
vergangenen Wochen stelle die Geschäftsentwicklung in Frage. Unter
anderem sei die Finanzierung des Ibersol-Projektes in Spanien noch
nicht gesichert. In den kommenden Wochen brauche es positive
Meldungen, um die verlorengegangene Glaubwürdigkeit zumindest
teilweise zurückzugewinnen.
WACKER CHEMIE
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Wacker Chemie von
"Neutral" auf "Sell" abgestuft und ein Kursziel von 60,00 Euro
eingeführt. Laut dem norwegischen Wettbewerber Renewable Energy
Corporation (REC) hat der Druck auf das
Polysiliziumgeschäft in den vergangenen Wochen überraschend
zugenommen, schrieb Analyst Peter Wirtz in einer Studie vom
Mittwoch. Das könnte auch bei Wacker Chemie der Fall sein. Die
Profitabilität der Polysiliziumsparte dürfte schneller sinken als
bisher gedacht. Wegen der großen Bedeutung dieses Geschäftsfeldes
für das Solarzuliefer- und Chemieunternehmen könnten dessen Gewinne
für einige Jahre sinken.
/he
AXC0305 2011-11-30/21:35