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30.11.2011 | 21:35
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Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 30.11.2011

ALLIANZ

LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Allianz von 118,00 auf 110,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten sollten Anleger bei Aktien von qualitativ hochwertigen Versicherern bleiben, empfiehlt Analyst Jon Hocking in der Studie vom Mittwoch. Hocking favorisiert weiterhin Versicherungskonzerne mit begrenztem Zinsrisiko, hochwertigen Finanzanlagen und starker Kapitalisierung. Er fügte die Titel von Amlin und ING der "Most Prefered List" von Morgan Stanley hinzu.

ALLIANZ

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Allianz nach den Plänen zum Umbau der Sachversicherung auf "Add" mit einem Kursziel von 92,00 Euro belassen. Die Führungsmannschaft um Deutschlandchef Markus Rieß wolle die Bruttoprämien der Schaden-Unfall-Sparte bis 2014 von 9,0 auf 9,5 Milliarden Euro steigern, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Mittwoch. Neben der Einführung neuer Produkte wolle der Konzern die Kostenquote unter anderem durch Personalreduzierung um zwei Prozentpunkte senken.

ALLIANZ

FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung der Allianz nach angekündigten Sparmaßnahmen in der Sachversicherungs-Sparte auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 82,00 Euro belassen. Das von Deutschland-Chef Markus Rieß in einem "Handelsblatt"-Interview genannte Effizienz-Programm sei positiv zu werten, da sich das Sachversicherungs-Geschäft zuletzt vergleichsweise schwach entwickelt habe, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. Der Einfluss der Maßnahmen auf den Konzerngewinn dürfte jedoch eher begrenzt sein.

BANCO SANTANDER

LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Banco Santander von 7,60 auf 6,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die wegen der staatlichen Schuldenproblematik hohen Refinanzierungskosten sowie der Schuldenabbau dürften die Profitabilität der Bank weiter belasten, schrieb Analyst Jaime Becerril in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings ziehe er Santander den Aktien der spanischen Konkurrenz vor. Die Gründe seien eine breitere Ertragsbasis sowie die in einem Stresstestszenario relativ zur Marktkapitalisierung geringere Kapitallücke.

BAYER

LONDON - Die Citigroup hat die Beobachtung der Bayer-Aktie mit "Buy" und einem Kursziel von 61,00 Euro aufgenommen und den Titel außerdem auf die "Most Preferred List" gesetzt. Er sehe bei den Konsensschätzungen für den Kerngewinn je Aktie für 2013 und 2014 noch Luft nach oben, schrieb Analyst Andrew Baum in einer Studie vom Mittwoch. Potenzial erwachse aus der Pharmapipeline mit ihren weit entwickelten Kandidaten, vor allem dem Gerinnungshemmer Xarelto. Zudem dürften sich die Sparte CropScience und das Schwellenländergeschäft stark entwickeln. Positiv sei auch, dass die Steuerquote im Jahr 2014 vermutlich von 28 auf 25 Prozent sinken werde.

BMW

LONDON - JPMorgan hat BMW von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft, das Kursziel aber von 89,00 auf 73,00 Euro gesenkt. Im Vergleich zum Wettbewerber Daimler dürfte BMW 2012 Vorteile beim Modellzyklus haben, schrieb Analyst Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem dürfte der Rohstoffkostendruck bei BMW geringer sein. Insgesamt ziehe er allerdings die Aktien von Reifenherstellern denen der Autobauer vor.

BRENNTAG

HAMBURG - Die Berenberg Bank hat die Einstufung für Brenntag nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 86,00 Euro belassen. Die Geschäftsentwicklung des Chemiekalienhändlers sei nach wie vor weitgehend solide, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Studie vom Mittwoch. Das Unternehmensziel eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2011 von 650 bis 670 Millionen Euro sei intakt. Auch die durchschnittliche Markterwartung eines EBITDA von 712 Millionen Euro sei durchaus erreichbar.

CENTROTHERM PHOTOVOLTAICS

ZÜRICH - Die UBS hat Centrotherm Photovoltaics von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 11,00 auf 10,00 (Kurs: 10,055) Euro gesenkt. Nachdem der Kurs sich seit der Gewinnwarnung Ende Oktober circa halbiert habe, seien die gegenwärtigen Herausforderungen für die Solarbranche angemessener eingepreist, schrieb Analyst Jean-Francois Meymandi in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings seien seine reduzierten Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013 unter die Markterwartungen gefallen. Trotz eines vermutlichen Großauftrages aus Algerien lasse sich die künftige Margenentwicklung der Sparte Silizium & Wafer nur sehr schwer vorhersagen.

DAIMLER

LONDON - JPMorgan hat Daimler von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 62,00 auf 42,00 Euro gesenkt. Im Vergleich zu BMW werde Daimler 2012 einen ungünstigen Zeitpunkt im Modellzyklus erreichen und mit einem größeren Rohstoffkostendruck zu kämpfen haben, schrieb Analyst Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Insgesamt ziehe er die Aktien von Reifenherstellern denen der Autobauer vor.

DEUTSCHE WOHNEN

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Deutsche Wohnen nach erfolgreicher Kapitalerhöhung von "Add" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 12,50 auf 11,80 Euro gesenkt. Der Wert sei sein neuer Favorit im deutschen Immobiliensektor, schrieb Analyst Thomas Rothäusler in einer Studie vom Mittwoch. Die Bewertung der Aktie sei angesichts des starken Gewinnwachstums und der stabilen Bilanz attraktiv. Die Finanzmärkte könnten im Konkurrenten GSW Immobilien den nächsten Kandidaten für eine Kapitalerhöhung sehen, was die Deutsche Wohnen relativ zum Sektor attraktiver mache.

EADS

LONDON - Das Bankhaus HSBC hat das Kursziel für EADS von 24,50 auf 23,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe kleinere Anpassungen an seinem Modell für das Unternehmen vorgenommen, schrieb Analyst Harry Nourse in einer Studie vom Mittwoch. Das besser als bisher gedacht verlaufende 2011 habe jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Bewertung. Die Schätzungen für die Airbus-Sparte blieben zum größten Teil unverändert, doch müsse weiter auf den A350 geachtet werden. Der Konzern versuche nach der Produktionsverzögerung, Probleme wie bei der 787 des Konkurrenten Boeing zu vermeiden. Von der Verzögerung abgesehen scheine die Profitabilitätssteigerung bei Airbus jedoch intakt zu sein.

EADS

PARIS - Cheuvreux hat EADS nach dem Insolvenzantrag von American Airlines mit einem Kursziel von 29,00 Euro auf der "Selected List" belassen. Der jüngste Großauftrag der US-Fluggesellschaft für den Flugzeughersteller sei dadurch nicht in Gefahr, da die bestellten Flugzeuge erst in einigen Jahren geliefert werden, schrieb Analyst Antoine Boivin-Champeaux in einer Studie vom Mittwoch. American Airlines werde, wie zuvor bereits andere US-Konkurrenten, gestärkt aus der momentanen Zahlungsunfähigkeit hervorgehen. Die EADS-Aktie verdiene angesichts der guten Profitabilität des Unternehmens höhere Bewertungsmultiplikatoren.

EADS

LONDON - Barclays hat die Einstufung für EADS nach der Insolvenz von AMR auf "Overweight" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Der vom Mutterkonzern von American Airlines beantragte Gläubigerschutz nach Chapter 11 sollte für die Flugzeughersteller EADS und Boeing sowie für die Zulieferer der Luftfahrtindustrie lediglich moderate Folgen haben, da die bestellten Flugzeuge weiterhin ausgeliefert werden dürften, schrieb Analyst Carter Copeland in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie.

GLAXOSMITHKLINE

LONDON - Die Citigroup hat die Beobachtung der Aktie von GlaxoSmithKline (GSK) mit "Buy" und einem Kursziel von 1.570 Pence aufgenommen. Er liege mit seinen Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 bis 2016 um bis zu 16 Prozent über den Konsensschätzungen, schrieb Analyst Andrew Baum in einer Studie vom Mittwoch. Der Markt missachte, dass sich die Zulassung von Generika für das Medikament Advair in der EU wahrscheinlich bis mindestens 2013 verzögere. Auch die nach 2012 auftretenden positiven Effekte durch Werksschließungen und die Implementierung von SAP-Software würden nicht genügend berücksichtigt. Positiv sei ferner ein sinkender effektiver Steuersatz. Die GSK-Aktie sei überzeugend bewertet.

GSW IMMOBILIEN

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktie von GSW Immobilien nach der Vorlage des Geschäftsberichts von "Buy" auf "Add" abgestuft, das Kursziel aber von 24,00 auf 26,00 angehoben (Kurs: 22,90 Euro). Die Ergebnisse der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs seien wenig aufregend gewesen, schrieb Analyst Thomas Rothäusler in einer Studie vom Mittwoch.

HHLA

LONDON - Goldman Sachs hat HHLA in die "Conviction Buy List" aufgenommen und das Kursziel von 29,50 auf 33,00 Euro angehoben. Die Europäische Kommission dürfte die Vertiefung der Elbe-Fahrrinne unterstützen, schrieb Analyst Edouard Baldini in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Die Arbeiten könnten bereits zum Ende des ersten Quartals 2012 beginnen. Die Früchte dürfte der Hafenlogistiker dank der dann erwarteten Marktanteilsgewinne, einer steigenden Preismacht und geringerer operativer Kosten ab 2013 ernten. Vor diesem Hintergrund seien die Aktien günstig bewertet. Bei der Kurszielfindung gehe er nun von einer Vertiefung der Elbe aus, nachdem er dieses Szenario bisher nur zur Hälfte einbezogen habe.

ING

LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für ING von 10,50 auf 9,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten sollten Anleger bei Aktien von qualitativ hochwertigen Versicherern bleiben, empfiehlt Analyst Jon Hocking in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Hocking favorisiert weiterhin Versicherungskonzerne mit begrenztem Zinsrisiko, hochwertigen Finanzanlagen und starker Kapitalisierung. Er fügte die Titel von ING und Amlin der "Most Prefered List" von Morgan Stanley hinzu.

IVG IMMOBILIEN

DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat die Einstufung für IVG Immobilien nach einer angekündigten Kapitalerhöhung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Der Substanzwert dürfte dadurch um 23 Prozent auf 5,14 Euro je Aktien sinken, schrieb Analyst Frank Neumann in einer Studie vom Mittwoch. Die Kapitalerhöhung des Immobilienunternehmens mache wenig Sinn, da laut IVG keinerlei Druck von Banken und Aktionären für eine solche Maßnahme ausgeübt worden sei.

IVG IMMOBILIEN

FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung von IVG Immobilien angesichts der Kapitalerhöhung von "Buy" auf "Sell" und das Kursziel von 5,00 auf 2,10 Euro gesenkt. Die Maßnahme sei eine negative Überraschung, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Der Zeitpunkt sei angesichts des tiefen Kursniveaus sehr ungünstig, und der Nettovermögenswert werde erheblich verwässert. Offensichtlich befinde sich das Unternehmen in einer schwierigen Situation, in der es auf eine Kapitalspritze zwingend angewiesen sei.

K+S

LONDON - Merrill Lynch hat das Kursziel für K+S nach Einzelheiten zum kanadischen Legacy-Projekt von 39,00 auf 37,00 (Kurs: 40,48) Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Im Vergleich zur ursprünglichen Machbarkeitsstudie gebe es drei negative Punkte, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Mittwoch. Die notwendigen Investitionen seien gestiegen, was aber zur Hälfte auf Währungseffekte zurückzuführen sei. Zudem verwies der Experte auf höhere Cash-Produktionskosten und das Produktionsmaximum, das in den Phasen 1 sowie 2 etwas später erreicht werde.

K+S

DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für K+S nach Details zum Expansionsprojekt Legacy in Kanada von 50,00 auf 55,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Dünger- und Salzproduzenten dürfte sich durch die im Rahmen von Legacy geplante Steigerung der Kaliproduktion verbessern, schrieb Analyst Mark Gabriel in einer Studie vom Mittwoch. Er habe das Kursziel an das neu erwartete Investitionsvolumen sowie den Barwert des Projektes angepasst.

K+S

DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für K+S nach der angekündigten Kali-Produktionsausweitung in Kanada von 58,50 auf 59,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Mit dem sogenannten Legacy-Projekt dürfte sich die Kali-Produktion des Düngemittelkonzerns zu günstigeren Kosten um rund 40 Prozent erhöhen, schrieb Analyst Jesko Mayer-Wegelin in einer Studie vom Mittwoch. Das Projekt solle nach einem Produktionsstart 2015 bereits 2016 einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis leisten und sei noch nicht ausreichend in die Aktie eingepreist.

MICHELIN

LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Michelin von 71,00 auf 72,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Da die Gewinne der Reifenhersteller im Gegensatz zu denen der Autobauer auch 2012 wachsen könnten, ziehe er die Aktien ersterer vor, schrieb Analyst Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Gründe seien recht stabile Reifenpreise und sinkende Rohstoffkosten. Vor diesem Hintergrund sei Michelin ein "Top Pick".

NORDEX

ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Nordex von 3,80 auf 3,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Wegen des hohen Geschäftsanteils Europas würde der Hersteller von Windkraftanlagen besonders stark unter einer weiteren Konjunkturtrübung in dieser Zone leiden, schrieb Analyst Jean-Francois Meymandi in einer Studie vom Mittwoch. Trotz vermutlich steigender Marktanteile habe er die Gewinnprognosen für 2012 reduziert. Sollte das Finanzierungsumfeld sich weiter verschlechtern, könnten auch diese zu hoch sein.

PEUGEOT

LONDON - JPMorgan hat Peugeot von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 22,00 auf 19,00 Euro gesenkt. Analyst Ranjit Unnithan begründete in einer Branchenstudie vom Mittwoch sein neues Anlagevotum mit der gegenwärtigen Bewertung der Aktien. Peugeot zähle zu den Autowerten mit den geringsten Kursrisiken. Im Jahr 2012 dürften die Gewinne der europäischen Autobauer allerdings sinken. Daher ziehe er die Aktien von Reifenherstellern vor.

PPR

LONDON - Barclays hat das Kursziel für Pinault-Printemps-Redoute (PPR) von 153,00 auf 151,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Sie habe ihre Gewinnschätzungen je Aktie für 2011 um drei Prozent reduziert, um damit die anhaltende Schwäche im Einzelhandel sowie die höhere Zinsbelastung durch die Puma-Aktienkäufe und die Sowind-Akquisition widerzuspiegeln, schrieb Analystin Helen Brand in einer Studie vom Mittwoch. PPR bleibe aber einer ihrer bevorzugten Titel im Luxusgütersektor.

PROSIEBENSAT1 MEDIA

PARIS - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 Media von 18,00 auf 16,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe die Gewinnprognosen wegen des trüben Werbemarktumfeldes reduziert, schrieb Analyst Nicolas Didio in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Stimmung unter den Werbekunden scheine schlechter zu werden und ihre Ausgabenbereitschaft zu sinken.

QIAGEN

PARIS - Exane BNP Paribas hat Qiagen nach einer angekündigten Restrukturierung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 13,00 Euro belassen. Das angekündigte Programm und die geplanten Stellenstreichungen machten das aggressive Unternehmensziel einer bereinigten operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von mehr als 31 Prozent bis Ende 2013 glaubwürdiger, schrieb Analyst Romain Zana in einer Studie vom Mittwoch. Das Biotechunternehmen passe die Kostenstruktur an das langsamere Umsatzwachstum an. Die Markterwartungen dürften allerdings kaum zulegen, da sie die für 2013 gesteckten Ziele bereits antizipierten. Wegen der teils schwer berechenbaren Geschäftsentwicklung bleibe es beim neutralen Votum.

QIAGEN

DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat das Kursziel für Qiagen von 13,00 auf 11,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das neue Effizienzprogramm des Biotech-Konzerns sei zwar positiv, reiche aber allein nicht aus, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Mittwoch. Das Aufwärtspotenzial für die Aktie ist derzeit seines Erachtens begrenzt, bis Qiagen erneut die Fähigkeit bewiesen habe, das Umsatzwachstum 2012 zu steigern.

RENAULT

LONDON - JPMorgan hat Renault von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 42,00 auf 36,00 Euro gesenkt. Analyst Ranjit Unnithan begründete in einer Branchenstudie vom Mittwoch sein neues Anlagevotum mit der gegenwärtigen Bewertung der Aktien. Im Jahr 2012 dürften die Gewinne der europäischen Autobauer allerdings sinken. Daher ziehe er die Aktien von Reifenherstellern vor.

REPSOL

LONDON - Barclays hat die Aktie von Repsol-YPF von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 27,50 auf 28,00 Euro angehoben. 2012 dürfte für den Ölkonzern ein überragendes Jahr werden, schrieb Analystin Lucy Haskins in einer Studie vom Mittwoch. Die Spanier hätten eines der aktivsten Ölbohrprogramme im Sektor und dürften zudem bei der Evaluierung der entdeckten Ölschiefer-Vorkommen in Argentinien gut vorankommen. Die in der dortigen Region Vaca Muerta (zu deutsch: tote Kuh) gelegenen Ölschiefer bezeichnete die Expertin als die wohl beste tote Kuh der Welt.

SANOFI

LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Sanofi von 70,00 auf 68,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Seine reduzierten Schätzungen reflektierten die Konzernziele für 2013, schrieb Analyst Mark Dainty in einer Studie vom Mittwoch. Der Pharmahersteller kehre aber auf den Wachstumspfad zurück. Außerdem drückten Werksschließungen und Stellenstreichungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich die Kosten. Dies alles dürfte zu einer höheren Aktienbewertung führen.

SARTORIUS Vorzugsaktien

DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Sartorius nach der Übernahme des Liquid-Handling-Geschäfts des finnischen Laborzulieferers Biohit von 50,00 auf 46,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Er habe das Kursziel angesichts der Akquisition sowie infolge der Zahlen zum dritten Quartal angepasst, schrieb Analyst Oliver Kämmerer in einer Studie vom Mittwoch. Durch den Zukauf werde der Unternehmensumbau beschleunigt: Der Hersteller von Prozess- und Labortechnik wolle die Profitabilität steigern und die Konjunktursensitivität senken.

SKY DEUTSCHLAND

DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Sky Deutschland nach den jüngsten Kursverlusten von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und das Kursziel auf 2,10 Euro belassen. Die Papiere hätten vermutlich unter den Unsicherheiten bezüglich der Vermarktung der Bundesliga sowie eventuell weiterem Finanzierungsbedarf gelitten, schrieb Analyst Frank Neumann in einer Studie vom Mittwoch. Der Bezahlsender habe wahrscheinlich weiteren Kapitalbedarf, was sich negativ auf den Aktienkurs auswirken sollte. Gleichzeitig sei aber nicht auszuschließen, dass der Kurs positiv auf ein erfolgreiches Ende des Rechtepokers um die Fußball-Bundesliga endet. Aufgrund der kurzfristigen Unsicherheit laute das Votum daher "Halten".

SOLAR MILLENNIUM

DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für Solar Millennium von 1,90 auf 0,90 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Er sei hinsichtlich des Renditepotenzials des Projektentwicklungsgeschäfts vorsichtiger geworden, schrieb Analyst Peter Wirtz in einer Studie vom Mittwoch. Die Nachrichtenlage der vergangenen Wochen stelle die Geschäftsentwicklung in Frage. Unter anderem sei die Finanzierung des Ibersol-Projektes in Spanien noch nicht gesichert. In den kommenden Wochen brauche es positive Meldungen, um die verlorengegangene Glaubwürdigkeit zumindest teilweise zurückzugewinnen.

WACKER CHEMIE

DÜSSELDORF - Die WestLB hat Wacker Chemie von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und ein Kursziel von 60,00 Euro eingeführt. Laut dem norwegischen Wettbewerber Renewable Energy Corporation (REC) hat der Druck auf das Polysiliziumgeschäft in den vergangenen Wochen überraschend zugenommen, schrieb Analyst Peter Wirtz in einer Studie vom Mittwoch. Das könnte auch bei Wacker Chemie der Fall sein. Die Profitabilität der Polysiliziumsparte dürfte schneller sinken als bisher gedacht. Wegen der großen Bedeutung dieses Geschäftsfeldes für das Solarzuliefer- und Chemieunternehmen könnten dessen Gewinne für einige Jahre sinken.

/he

AXC0305 2011-11-30/21:35


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