Hamburg (BoerseGo.de) - Der Stuttgarter Automobilkonzern Porsche SE ist im Rechtsstreit mit US-Investoren offenbar zu Zugeständnissen bereit. Das Unternehmen habe einer Gruppe von Fonds eine Abfindung in niedriger dreistelliger Millionenhöhe angeboten, berichtet das "manager magazin" unter Berufung auf Kreise. Porsche habe die Offerte an die Bedingung geknüpft, dass die Investoren ihre in New York eingereichte Schadensersatzklagen fallen lassen und auf mögliche neue Forderungen verzichten, heißt es.
Die Fonds machen vor Gericht einen Schaden in Höhe von mindestens einer Milliarde Dollar geltend. Wie das "manager magazin" weiter schreibt, lehnten sie das von der Kanzlei Sullivan & Cromwell übermittelte Porsche-Angebot als zu niedrig ab.
Porsche hatte im Jahr 2009 versucht, den deutlich größeren Konkurrenten Volkswagen zu übernehmen, war damit aber gescheitert. Die US-Kläger werfen dem Unternehmen unter anderem vor, dabei an der Börse bewusst eine Panik ausgelöst und mit dem Verkauf von Aktienoptionen mehrere Milliarden Euro verdient zu haben.
