Der weltgrößte Pressenhersteller Schuler
Im vergangenen Geschäftsjahr (30. September) konnte das Göppinger Unternehmen seine Erlöse um 47,4 Prozent auf 958,5 Millionen Euro steigern. Nach einem Verlust von 11,8 Millionen Euro schrieb Schuler nun 23,9 Millionen Euro Gewinn. Klebert sagte, Schuler habe sich mittelfristig für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) eine Marge von 10 Prozent nach nun 8,8 Prozent als Ziel gesetzt. Im laufenden Jahr würden es mit rund 100 Millionen Euro etwa 9 Prozent.
Wichtige Voraussetzung dafür sei, dass sich Schuler einen neuen, langfristigen Kreditvertrag gesichert habe. Dieser werde dem Unternehmen dieses Jahr eine Ersparnis von rund 10 Millionen Euro einbringen. "Die schlagen auf das Ergebnis durch", sagte Klebert. Dabei werde mit rund 50 Millionen Euro auch erheblich investiert, so viel wie in zehn Jahren nicht mehr. 30 Prozent davon fließen ins Reich der Mitte.
Sein Wachstum verdankt Schuler vor allem dem Ausland. Besonders in China sind die Pressen gefragt, die vor allem für Karosserieteile in der Autoindustrie verwendet werden. Künftig will das Unternehmen allerdings den Verkauf von Pressen für die Verpackungsindustrie ausbauen, etwa Spraydosen oder Kaffeekapseln. Derzeit liege der Anteil bei rund 20 Prozent der Erlöse, solle aber auf 30 Prozent steigen.
Erstmals bezahlt die im SDax notierte Schuler AG seit Jahren wieder eine Dividende von 25 Cent je Aktie - dem die Hauptversammlung allerdings noch zustimmen muss. Nach einer Kapitalerhöhung 2011 ist der größte Anteil der Aktien im freien Handel. Wichtigster Einzelaktionär bleibt die Schuler-Beteiligungen GmbH um die Familie Schuler-Voith mit 39,1 Prozent. Die Mitarbeiterzahl stieg um rund 4 Prozent auf 5168./wag/DP/nmu
ISIN DE000A0V9A22
AXC0156 2012-01-25/14:13
