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Aktien Wien schließen gut behauptet - Ungeduld über Athen wächst

WIEN (Dow Jones)--Die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldendrama hat am Mittwoch die Kurse am österreichischen Aktienmarkt beflügelt. Allerdings gaben die Kurse in Wien ihre temporär höheren Aufschläge im späten Handel fast komplett wieder ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. "Hier wird ein wenig Luft aus dem Kessel gelassen", sagte ein Teilnehmer.

Einige Anleger seien zunehmend ungeduldig über die weiter ausbleibende Erfolgsmeldung aus Griechenland, hieß es. Nach all den Berichten über Fortschritte bei den Schuldenverhandlungen in Athen müsse nun langsam Vollzug gemeldet werden, sagten Händler. Der ATX-20-Index rettete ein Plus von 0,2 Prozent oder 5 auf 2.239 Punkte ins Ziel Der breiter aufgestellte ATX-Prime-Index rückte um 0,2 Prozent bzw 3 auf 1.101 Zähler vor. Umgesetzt wurden 8,52 (Vortag: 6,24) Millionen Stück.

Medienberichten zufolge steht eine Einigung der Hellenen mit ihren privaten Gläubigern bevor. Auch die Europäische Zentralbank hat offenbar einen Modus für die von ihr gehaltenen griechischen Staatsanleihen gefunden. Noch dazu sollen sich die Athener Parteien auf eine Streichliste geeinigt haben - und weitere Einsparungen sind die Voraussetzungen für ein abermaliges Rettungsprogramm.

Die Kurse bei den Einzelwerten vollzogen zum Teil erhebliche Wendungen. So drehten Raiffeisen Bank International deutlich ins Minus und verloren zum Handelsende 4,3 Prozent auf 27,73 Euro, die Analysten von Goldman Sachs hatten den Wert zum Kauf empfohlen, was zumindest zwischenzeitlich stützte. Erste Group Bank verteuerten sich dagegen um 1,7 Prozent auf 19,37 Euro.

Auch bei Wienerberger setzte sich zum Handelsende hin eine negative Tendenz durch, die Titel büßten 0,2 Prozent auf 9,30 Euro ein. Getragen von guten Zahlen des französische Baukonzerns Vinci hatten die Aktien lange Zeit im Plus notiert. Stellten Raiffeisen Bank International den schwächsten ATX-Wert, standen Vienna Insurance Group am anderen Ende des Tableaus: Die Aktie legte um 1,9 Prozent auf 35,51 Euro zu.

DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 08, 2012 11:55 ET (16:55 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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