New York (BoerseGo.de) - Die US-Bank Citigroup hat aufgrund der weltweiten Ermittlungen gegen diverse Großbanken wegen des Verdachts auf eine Manipulation bei der Ermittlung wichtiger Zinssätze eine Abschreibung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar vorgenommen. Die "Financial Times" berichtet am Freitag, dass es um die Zinssätze Libor, Tibor und Euribor geht.
Dies sind die Referenzzinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. An ihnen orientieren sich auch die Zinssätze für die Realwirtschaft. Um die Referenzzinssätze zu ermitteln, melden die Banken täglich den Zinssatz, welchen sie selber zahlen. Daraus wird dann ein Durchschnitt gebildet.
Insbesondere in den Jahren 2006 und 2008 sollen die Zinssätze zu niedrig angegeben worden sein. Die Institute sollen sich untereinander abgesprochen haben. Banken, die sich Geld zu schlechteren Konditionen leihen mussten als die Wettbewerber, hätten vom Markt abgestraft werden können, da dies den Verdacht auf Liquiditätsschwierigkeiten des Instituts gelenkt hätte.
Darüber hinaus laufen derzeit Ermittlungen, ob Händler bei Banken und Hedgefonds die Zinssätze beeinflusst haben, um davon zu profitieren.
