Arbeitnehmer in Spanien werden in Zukunft bei Entlassungen niedrigere Abfindungen erhalten. Die Regierung in Madrid beschloss am Freitag eine Arbeitsmarktreform, wonach Arbeitnehmern im Fall einer Kündigung nur noch eine Abfindung von 33 statt bisher 45 Tageslöhnen pro geleistetem Arbeitsjahr zustehen wird.
Vizeministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría erklärte auf einer Pressekonferenz, das wichtigste Ziel der Reform sei es, die Einstellung von Arbeitnehmern, insbesondere von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen, zu erleichtern. Außerdem beabsichtige die Reform die Schaffung von "stabilen" Arbeitsplätzen, um die in Spanien hohe Anzahl von Zeitverträgen entsprechend einer Forderung der EU-Kommission zu reduzieren.
Spanien hat mit 22,85 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Mehr als fünf Millionen Menschen sind derzeit ohne Job. Nahezu jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren ist arbeitslos./pe/DP/bgf
AXC0160 2012-02-10/15:18
