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US-Anleihen im Späthandel mit Griechenland-Sorgen sehr fest

NEW YORK (Dow Jones)--Negative Nachrichten aus Griechenland haben bei den US-Anleihen zum Wochenausklang im späten Handel in New York für deutliche Aufschläge gesorgt. Das angesichts der Verweigerungshaltung der griechischen L.A.OS-Partei gestiegene Risiko eines unkontrollierten Zahlungsausfalls der Hellenen stützte die Stimmung. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent stiegen um 21/32 auf 100-11/32 und rentierten mit 1,96 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond legte um 1-15/32 auf 100-7/32 zu. Seine Rendite fiel damit auf 3,11 Prozent.

Innerhalb der griechischen Regierung wächst zudem der Protest gegen die neuen Sparmaßnahmen. Insgesamt sechs Kabinettsmitglieder sind mittlerweile von ihren Ämtern zurückgetreten. Wahrscheinlich am Montag wird es nun zu einer Umbildung des Kabinetts durch Ministerpräsident Lucas Papademos kommen. Wie der staatliche TV-Sender NET berichtete, wird das Votum des Parlaments über die von den internationalen Geldgebern geforderten Reformen und Sparmaßnahmen voraussichtlich am Sonntag stattfinden.

Nachdem sich die drei Parteichefs der griechischen Regierungskoalition zunächst darauf geeinigt hatten, die schmerzvollen Reformforderungen der internationalen Kreditgeber zu erfüllen, hat nun der kleinste Koalitionspartner den mühsamen Kompromiss zum Einsturz gebracht. Damit ist eine der Bedingungen für das zweite Hilfspaket nicht erfüllt. Die Troika besteht darauf, dass sich die Parteien der Koalition verpflichten, auch nach der für April geplanten Parlamentswahl die Sparauflagen zu erfüllen.

Auch die Euro-Finanzminister gaben in der Nacht für ein neues Hilfsprogramm noch kein grünes Licht. Ehe neue Milliarden fließen, wollen sie konkrete Beweise dafür, dass Griechenland seine Reformversprechen auch umsetzt. "Die Euphorie über die Einigung ist verflogen", sagte ein Händler.

Auch die etwas schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten passten ins Bild. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Der an der Universität Michigan berechnete Index fiel nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 72,5. Ökonomen hatten den Index bei 75,0 erwartet.

DJG/DJN/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 10, 2012 15:50 ET (20:50 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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