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Europa-Börsen legen weiter zu - Gute US-Konjunkturdaten beflügeln

FRANKFURT (Dow Jones)--Trotz der kräftigen Kursgewinne der vergangenen sechs Handelstage haben die europäischen Börsen am Donnerstag keine Ermüdungserscheinungen gezeigt und nochmals zugelegt. Der Euro-Stoxx-50-Index rückte um 0,7 Prozent oder 19 auf 2.594 Punkte vor, der Stoxx-50 stieg um 0,2 Prozent bzw 5 auf 2.539 Punkte. Wegen der Schwäche vieler europäischer Einzelbörsen liegen beide damit aber noch deutlich unter den 52-Wochen-Hochs.

Unterstützung erhielten die Aktienmärkte vom anhaltenden Konjunkturaufschwung in den USA. Die Frühindikatoren Empire State Manufacturing und Philadelphia Fed Index übertrafen beide die Erwartungen. "Per saldo setzt sich die Erholung der US-Industrie fort", meinte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba. Makellos waren die Indikatoren allerdings nicht. So fielen die Angaben zu den Neuaufträgen in beiden Fällen enttäuschend aus.

Bankenwerte legen weiter zu

Bankenwerte waren mit einem Anstieg von 0,6 Prozent gefragt. Die Zahlen von Intesa lagen nach ein Einschätzung eines Marktteilnehmers leicht unter den Erwartungen. Allerdings habe der Markt auch keine großen Hoffnungen in das Zahlenwerk gesetzt, sagte ein weiterer Händler. Möglicherweise sei mit den Abschreibungen nun ein Großteil an Negativem abgearbeitet. "Und immerhin ist es operativ etwas besser gelaufen", fügte der Händler hinzu. Dies war dann auch der Grund, dass die Aktie um 4 Prozent auf 1,56 Euro anzog.

Tesco geben mit Personalentscheidung nach - "Zwei Kapitäne sind einer zu viel"

Im Einzelhandelssektor, der um 0,5 Prozent anzog, fielen Tesco mit einem Abschlag von einem Prozent auf 321,8 Pence auf. Der Weggang von Richard Brasher, Vorstand bei Tesco für das Großbritannien-Geschäft, sei zwar traurig, als Konsequenz aus der jüngsten Gewinnwarnung aber kaum vermeidbar gewesen, so die Analysten von Panmure. Einen Vorstand für die Gruppe wie auch für das GB-Geschäft zu haben sei gut, wenn alles wie am Schnürchen laufe. "Wenn das GB-Geschäft mit einem Geschäftsanteil von 70 Prozent schlecht läuft, wird es mit zwei Kapitänen auf der Brücke aber schwierig", so die Analysten.

H&M überrascht beim Umsatzwachstum

Die Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat ihre Verkäufe im Februar kräftig gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Die Erlöse kletterten um 13 Prozent. Analysten hatten wegen der sich eintrübenden Kauffreude in Europa lediglich mit einer Zunahme um 8 Prozent gerechnet. Damit zahlt sich die H&M-Stategie aus. Das Unternehmen hält die Preise niedrig und will damit den Marktanteil ausweiten. Soll will H&M den steigenden Baumwollpreisen trotzen. Auch flächenbereinigt - Schließungen und die Neueröffnung von Ladenflächen herausgerechnet - ging es nach oben. H&M stiegen um 2,4 Prozent auf 249,60 Kronen.

Europäische Schlussindizes am Donnerstag, 15. März: 
=== 
             Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
                               stand      absolut         in %          seit 
                                                                Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2593,97        19,18        +0,7%          12,0 
             Stoxx-50        2538,98         5,28        +0,2%           7,2 
             Stoxx-600        270,98         0,71        +0,3%          10,8 
Frankfurt    XETRA-DAX       7144,45        65,03        +0,9%          21,1 
London       FTSE-100        5940,72        -4,71        -0,1%           6,7 
Paris        CAC-40          3580,21        15,70        +0,4%          13,3 
Amsterdam    AEX              335,10         1,90        +0,6%           7,2 
Athen        ATHEX-20         300,27         2,86        +1,0%          13,3 
Brüssel      BEL-20          2343,98        15,42        +0,7%          12,5 
Helsinki     OMXH-25         2275,79        11,73        +0,5%          17,2 
Istanbul     NAT30          74526,90       564,05        +0,8%          20,8 
Kopenhagen   OMXC-20          457,64        -0,65        -0,1%          17,4 
Madrid       IBEX-35         8426,70        35,60        +0,4%          -1,6 
Mailand      FTSE-MIB       16993,31       142,99        +0,8%          12,6 
Moskau       RTS             1754,81         2,79        +0,2%          27,0 
Oslo         OBX              399,58        -0,17        -0,0%          11,7 
Prag         PX               994,40        -3,80        -0,4%           9,1 
Stockholm    OMXS-30         1121,10         5,44        +0,5%          13,5 
Warschau     WIG-20          2344,17         6,71        +0,3%           9,3 
Wien         ATX             2217,12        19,06        +0,9%          17,2 
Zürich       SMI             6332,22        31,79        +0,5%           6,7 
=== 
DJG/mif/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2012 13:43 ET (17:43 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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