FRANKFURT (Dow Jones)--Die IG Metall wird wie erwartet mit einer Lohnforderung von 6,5 Prozent in die anstehende Tarifrunde gehen. Damit haben die sieben Regionalbezirke der Gewerkschaft die Empfehlung des Bundesvorstands vom Monatsbeginn bestätigt. "Unsere Forderung ist wirtschaftlich vernünftig und sichert den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung", sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber. Die Gewerkschaft verlangt außerdem die unbefristete Übernahme von Lehrlingen nach Abschluss der Ausbildung und ein stärkeres Mitspracherecht der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeitern.
Bei der letzten Lohnrunde 2010 hatte die Gewerkschaft wegen der Wirtschaftskrise auf eine konkrete Lohnforderung verzichtet. Beide Seiten einigten sich seinerzeit auf eine Einmalzahlung von 320 Euro und eine verzögerte Lohnerhöhung von 2,7 Prozent ab April 2011.
Die Verhandlungen beginnen am 6. März in den Tarifgebieten Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen und in Niedersachsen. Der aktuell gültige Tarifvertrag endet am 31. März. Die Friedenspflicht, in der Streiks verboten sind, läuft Ende April aus. Die IG Metall vertritt 3,6 Millionen Beschäftigte in der deutschen Metall-und Elektroindustrie.
-Von Christian Grimm, Dow Jones Newswires,
+49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/chg/apo
(END) Dow Jones Newswires
February 24, 2012 06:55 ET (11:55 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
