New York (BoerseGo.de) - Nach einem neuen Ölleck vor der Küste Brasiliens hat die Staatsanwaltschaft von Brasilien eine zweite Klage gegen Chevron und Transocean in Höhe von rund 11 Milliarden US-Dollar eingereicht, berichtet "Spiegel Online" am Mittwoch. Der Umfang der ersten Klage erhöht sich damit auf 22 Milliarden US-Dollar.
Das zweite Leck soll nach Meinung des Staatsanwalts Santos de Oliveira so groß sein wie das erste Leck im November, weshalb die Klagesumme ähnlich hoch ist. Der Staatsanwalt sprach von der schlimmsten ökologischen Katastrophe, die es jemals in Brasilien gegeben hat. Laut Chevron sind im November nur 0,1 Prozent der Öl-Menge des Unfalls bei der Deepwater-Horizon-Katastrophe im Golf von Mexiko ausgetreten. Im März sollen nur 320 Liter (zwei Fässer Öl) ausgetreten sein.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Klage die Konzerne an der weiteren Förderung in Brasilien hindern soll, damit keine Gewinne mehr ins Ausland transferiert werden. Die Öl-Branche in Brasilien stellt einen Aanteil von mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes.
