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Intel-Gewinn sinkt weniger stark als befürchtet

SANTA CLARA (Dow Jones)--Der Boom bei Smartphones und anderen mobilen Geräten kommt beim Chiphersteller Intel nicht an. Der Gewinn des Konzerns, der immer noch hauptsächlich Chips für PCs produziert, ging im ersten Quartal vor allem aufgrund höherer Kosten um 13 Prozent zurück, wie der Konzern am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Nachbörslich fällt der Aktienkurs um 1,5 Prozent.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara verdiente im Zeitraum von Januar bis März 2,74 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie belief sich bereinigt um Sonderposten auf 0,56 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 0,50 Dollar je Aktie gerechnet. Die viel beachtete Bruttomarge stieg deutlich auf 64,0 von zuvor 61,4 Prozent.

Der Umsatz lag mit 12,91 Milliarden Dollar knapp über dem Vorjahr. Aber in allen drei großen operativen Bereichen gingen die Einnahmen zurück. Für das zweite Quartal ist Intel etwas optimistischer und erwartet Umsätze in einer Spanne zwischen 13,1 und 14,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten bisher im Schnitt mit 13,45 Milliarden Dollar gerechnet.

Intel wird gern Gradmesser für die gesamte Branche betrachtet, da die Chips aus den Intel-Fabriken in 80 Prozent aller PCs weltweit verbaut sind. Zuletzt hat der Konzern unter der schwachen PC-Nachfrage gelitten, vor allem in den gesättigten Märkten Europa und USA. Allerdings gibt es Hoffnung. Wie das Researchunternehmen Gartner jüngst herausfand, ist der weltweite PC-Markt im ersten Quartal überraschend gewachsen - wenn auch nur leicht. Außerdem boomt das Servergeschäft und die Nachfrage aus China hat sich zuletzt positiv auf die Erlöse ausgewirkt.

Auch auf dem Wachstumsmarkt der mobilen Endgeräte kann Intel langsam Fuß fassen. Der Konzern setzt auf Ultrabooks, das sind dünne und leichte Laptops. Auch bei Smartphones hat das Unternehmen einen Fuß in die Tür bekommen. Im Januar kündigten die chinesische Lenovo und der Technologiekonzern Motorola Mobility an, Intel-Chips für ihre Smartphones verwenden zu wollen.

DJG/DJN/reh/flf 

(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2012 17:18 ET (21:18 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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