BRÜSSEL (Dow Jones)--Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson (J&J) kann den Medizintechniker Synthes übernehmen. Die Europäische Kommission hat dem Vorhaben grünes Licht erteilt. Allerdings muss sich das US-Unternehmen vom Traumageschäft trennen.
Auf dem Markt für orthopädische Medizinprodukte, auf dem die beiden US-Unternehmen agieren, werde es auch nach dem Zusammenschluss einige starke Wettbewerber geben, stellten die Wettbewerbshüter fest. Die Kunden könnten somit auf allen betroffenen Märkten noch auf genügend andere Hersteller zurückgreifen.
Bei Traumaprodukten wäre der Wettbewerb allerdings erheblich eingeschränkt gewesen. Das Geschäft, ein kleiner Bereich der Tochter DePuy, wird J&J abgeben. Zuletzt wurden mit den Implantaten zur Behandlung von Knochenbrüchen 280 Millionen US-Dollar umgesetzt. Der Hersteller von künstlichen Gelenken und anderen orthopädischen Produkten DePuy bringt es auf insgesamt rund 5,5 Milliarden Dollar.
Johnson & Johnson hatte die Übernahme von Synthes für 21,3 Milliarden Dollar vor knapp einem Jahr angekündigt.
DJG/bam/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 19, 2012 05:18 ET (09:18 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
