Espoo (BoerseGo.de) - Der weltweit größte Handyhersteller Nokia hat im ersten Quartal tiefrote Zahlen geschrieben. Der strenge Wettbewerb, steigende Kosten sowie der Konzernumbau zwangen das finnische Unternehmen in die Knie. Der operative Gewinn rutschte von plus 439 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf minus 1,34 Milliarden Euro ab, wie das Nokia am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten ein um 1 Milliarden Euro weniger dramatisches Minus erwartet. Dennoch ist Unternehmenschef Stephen Elop zuversichtlich: "Wir haben Vertrauen in unsere Strategie."
Der Nettoverlust je Aktie lag bei minus 25 Cent je Aktie nach einem Plus von 9 Cent je Aktie im Vorjahresquartal. Auch der Umsatz verringerte sich von 10,4 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro. Nokia hat mit dem teuer produzierten neuen Smartphone Lumia noch nicht den Markt erobern können.
Ein weiteres zur Entlastung angeleihertes Projekt zeigte sich ebenfalls als eher kostspielig. Nokia wich auf die Schwellenländer aus und wollte so die Rückgänge in den Industrieländern ausbügeln. Auch diese Rechnung ging wegen der hohen Kosten nicht auf. Hinzu kommt die Umstrukturierung des defizitären Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks mit tausenden von Stellenstreichungen.
