WASHINGTON (Dow Jones)--IWF-Chefin Christine Lagarde hat ihr Ziel erreicht: Nach langen Verhandlungen haben sich die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bereit erklärt, dem Internationalen Währungsfonds 430 Milliarden US-Dollar für Kriseneinsätze zur Verfügung zu stellen. "Das war eine Demonstration der internationalen Gemeinschaft, dass sie an das Ziel glauben", sagte Christine Lagarde auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Gespräche. Sie lobte die Länder der Eurozone und Japan, sich beim Auffüllen der Kriegskasse an die Spitze gestellt zu haben. Für Notfälle stehen jetzt rund 700 Milliarden US-Dollar bereit, um überschuldete Staaten auffangen zu können.
Lagarde nannte die Anstrengungen der Eurostaaten ausreichend, um die Gemeinschaftswährung zu verteidigen. "Wir bewerten alle Maßnahmen der Europäer als ganzes - von den Reformzusagen, über die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank bis hin zu den erhöhten europäischen Rettungsfonds."
Der Finanzminister Singapurs nahm die Europäer in die Pflicht, die angekündigten Anpassungen auch umzusetzen. Tharman Shanmugaratnam zeigte sich verhaltener bei der Bewertung des Ergebnisses der langen Diskussionen. "Der weltweite Rettungsschirm ist ein wichtiger Schritt, reicht aber nicht aus, um die Wirtschaftskrise zu lösen."
Die IWF-Direktorin bestätigte die Aussagen des brasilianischen Finanzminister Guido Mantega vom Nachmittag, dass sich die BRIC-Staaten zwar an der Mittelaufstockung beteiligen werden, "sie die genauen Zahlen aber erst zu Hause diskutieren und festlegen müssen". Vor den Journalisten betonten Lagarde und der Gouverneur der mexikanischen Zentralbank, Agustin Carstens, dass die neuen Notfallgelder für keine spezielle Region der Welt reserviert seien.
-Von Christian Grimm, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/chg/flf
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April 20, 2012 15:30 ET (19:30 GMT)
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