WIESBADEN (Dow Jones)--Die Arbeitnehmer in Deutschland profitieren unterschiedlich vom wirtschaftlichen Aufschwung in den vergangenen Monaten. Während die Tarifverdienste in der Privatwirtschaft merklich stiegen, mussten sich die Beschäftigten in den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht mit geringeren Erhöhungen begnügen, wie aus einem Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorging.
Danach lagen die tariflichen Entgelte im Januar 2012 in der Privatwirtschaft um 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bei den nicht marktbestimmten Dienstleistungen, zu denen unter anderem die Wirtschaftsbereiche Öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht sowie das Gesundheits- und Sozialwesen gehören, erhöhten sich die tariflichen Monatsverdienste nur um 0,9 Prozent. Durchschnittlich legten die Tarifgehälter um 2,0 Prozent zu.
Vor wenigen Tagen waren die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst zu einem Abschluss gekommen. Die Beschäftigten bei Bund und Kommunen erhalten rückwirkend zum 1. März 2012 eine Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent und jeweils weitere 1,4 Prozent zum 1. Januar sowie zum 1. August 2013. In der Metallindustrie laufen die Verhandlungen noch. Die IG Metall, die eine Lohnsteigerung um 6,5 Prozent anstrebt, hat zu Warnstreiks aufgerufen.
DJG/apo
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April 30, 2012 02:22 ET (06:22 GMT)
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