Die Ratingagentur Standard & Poor's (S &P) hat Spanien abgestuft. "Damit notiert Spanien nur noch kurz vor Ramschniveau", so Thomas Zuleck, Börse Stuttgart. Zur Begründung heißt es bei den US-Amerikanern, dass die schwachen Wachstumsperspektiven der Gesamtwirtschaft sowie anhaltende Sorgen um den spanischen Finanzsektor, sich zwangsläufig negativ auf die Bonität der Iberer auswirke. Wie meistens in solchen Fällen, kommt auch für Spanien das Downgrade auf BBB+ (zuvor A) zur Unzeit: Bereits seit einigen Wochen muss Spanien wieder deutlich höhere Zinsen aufbieten, um sich am Kapitalmarkt frisches Geld zu leihen. Die jüngste Herabstufung wird die Refinanzierung naturgemäß weiter erschweren. Mit Spannung erwartet, wurde heute die italienische Auktion von Papieren mit zehn Jahren Laufzeit. In dieser Woche konnte das Finanzministerium in Rom bei einer Versteigerung von 2-jährigen Papieren diese zwar vollständig platzieren, "allerdings zu deutlich höheren Renditen", so Zuleck weiter. Als durchaus positiv wurde auch das heute erzielte Ergebnis vom Markt aufgenommen: Die zehnjährige Anleihe war leicht überzeichnet und auch die Rendite, lag mit 5,86 Prozent noch knapp unter der wichtigen sechs Prozent Marke. Die Stimmung unter den Derivateanlegern ist heute spürbar gedrückt: Der Euwax-Sentiment-Index notiert mit knapp 30 Punkten relativ deutlich im Minus. Im Zuge der Berichtssaison für das erste Quartal präsentierte Daimler heute bessere Zahlen als im Vorfeld erwartet. Während Analysten mit einem leichten Gewinnrückgang rechneten, konnte der schwäbische Autobauer sein operatives Ergebnis um fünf Prozent auf 2,13 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf insgesamt 27 Milliarden Euro. Dennoch notiert die Aktie mit gut einem Prozent im Minus. Weniger Gewinn als im Vorjahresquartal, aber dennoch besser als erwartet, fielen die Zahlen von BASF aus. Der Chemiekonzern verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres operativ 2,53 Milliarden Euro und somit 7,3 Prozent weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Doch auch die Ludwigshafener konnten ihren Umsatz um 6,5 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro steigern.
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