Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) bekommt
als Wächter über die 2008 geschlossene Investoren-Vereinbarung
zwischen dem Autozulieferer Continental
Continental hatte die Vereinbarung im Zuge des Übernahmekampfes mit Schaeffler im August 2008 abgeschlossen. Sie sollte den Streit um den Mehrheitseinstieg von Schaeffler beilegen und sah unter anderem Schutzklauseln für die Aktionäre und Beschäftigten von Conti vor.
Als "Garanten" für die Wahrung seiner Interessen konnte Continental damals den Altkanzler gewinnen. Er ist dem Unternehmen zufolge "berechtigt und ermächtigt, die Erfüllung der Verpflichtungen von Schaeffler gerichtlich und außergerichtlich geltend zu machen". Dafür erhält er eine Vergütung und berät sich mit dem Aufsichtsrat.
Derzeit hält Schaeffler knapp die Hälfte der Conti-Aktien, weitere 10,4 Prozent sind bei Banken geparkt. Eine Beschränkung des Besitzes auf unter 50 Prozent war ebenfalls Teil der vereinbarten Klauseln./jap/DP/wiz
ISIN DE0005439004
AXC0283 2012-04-27/17:39
