IG Metall-Chef Berthold Huber hat im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie erneut mit Streiks gedroht. "Wenn bis Pfingsten auf der anderen Seite keine Einsicht einkehrt, dann führt kein Weg an einem Streik vorbei, auf breiter Front", sagte Huber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die IG Metall habe die finanzielle Vorsorge für einen langen Arbeitskampf getroffen. "Wer die Streikkasse der IG Metall infrage stellt, hat keine Ahnung."
Huber hatte bereits am 1. Mai angekündigt, wenn es bis Pfingsten keine Lösung im Tarifkonflikt gebe, werde es zu Urabstimmung und Streiks kommen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 8. Mai in Baden-Württemberg angesetzt.
Die IG Metall fordert für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Lehrlingen. Die Arbeitgeber haben bislang 3 Prozent mehr Geld auf 14 Monate angeboten, die übrigen Forderungen aber abgelehnt. In der vergangenen Woche hatten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 270 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. In den nächsten Tagen sollen die Proteste weitergehen./yyzz/DP/zb
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AXC0016 2012-05-05/13:02
