(Neu: Aussagen Hauptversammlung, Aktienkurs, Analysten.)
KASSEL (dpa-AFX) - Der Dünger- und Salzproduzent K+S
"Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres hat unser Kalidüngemittelgeschäft ein sehr gutes Ergebnis erzielt", sagte Steiner. K+S profitierte dabei von einem im Jahresvergleich höheren Preisniveau. Der durch den milden und trockenen Winter ausgelöste starke Rückgang bei Auftausalzen sei durch das Düngergeschäft deutlich abgemildert worden. Da sich die Ende des ersten Quartals begonnene Belebung der Düngemittelnachfrage im Jahresverlauf weiter fortsetzen dürfte, bestünden weiterhin gute Perspektiven. "Auch in diesem Jahr sollten wir eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen", sagte Steiner. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise hatten die Händler Ende 2011 und Anfang 2012 vorsichtiger disponiert und weniger Dünger eingelagert.
Der milde Winter hinterließ im ersten Quartal bei K+S deutliche Spuren. Der bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sackte um 26 Prozent auf 193 Millionen Euro ab. Insgesamt ergab sich ein Gewinn von 212,2 (Vorjahreszeitraum: 293,6) Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich wegen des milden und trockenen Winters um knapp zwölf Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (insbesondere zur Absicherung von Wechselkursrisiken) (EBIT I) sank um knapp 24 Prozent auf 281 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die operativen Ertragserwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, blieb aber etwas hinter den Umsatzschätzungen zurück.
Am Finanzmarkt war die Reaktion eher verhalten. Die Aktien legten in einem etwas festeren Umfeld gegen Mittag um 0,54 Prozent auf 36,38 Euro zu. Die Eckdaten des Konzerns sind laut ersten Händlereinschätzungen "einen Tick besser als erwartet ausgefallen". Zudem hoben die Händler den bestätigten Ausblick positiv hervor. Am Markt habe es Befürchtungen gegeben, dass das Unternehmen die Prognose senken könnte. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten zeigte sich mit Blick auf die Kennzahlen positiv überrascht. Der kanadische Konkurrent Potash Corp und die russische Uralkali hatten im ersten Quartal schärferer Gewinnrückgänge verzeichnet. Im Gegensatz zu den Konkurrenten ist K+S in Europa stark. Besonders schwierig gestalteten sich zuletzt aber die Geschäfte in Asien. Dort sind die Kasseler kaum präsent.
Für das Salzgeschäft ist K+S nach dem schwachen Start für das Gesamtjahr nun etwas pessimistischer gestimmt und rechnet mit einem Festsalzabsatz von weniger als (alt: gut) 19 Millionen Tonnen. Während im Kali- und Magnesiumgeschäft auf Basis des derzeit erreichten Preisniveaus von einer "moderat" und im Stickstoffdüngergeschäft von einer "leicht" steigenden Umsatzentwicklung auszugehen sei, werde im Salzgeschäft ein "spürbar" (bisher: moderat) niedrigerer Umsatz erwartet, hieß es.
Insgesamt dürfte der Umsatz im laufenden Jahr aber stabil bleiben, bekräftigte der Konzern. Das operative Ergebnis (EBIT I) dürfte moderat zurückgehen. Dies gelte auch für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern. Der Ausblick beinhalte noch das Stickstoffdüngergeschäft, das an die russische Eurochem verkauft werden soll. Auch unter Berücksichtigung des am Vortag bekanntgegebenen Verkaufs habe der Ausblick jedoch Bestand. "Wir werden auch in Deutschland weiterhin kräftig investieren, um die heimische Förderung, Produktion und Versorgung mit Kali- und Steinsalzen sicherzustellen", sagte Steiner./jha/ep/kja
ISIN DE000KSAG888
AXC0166 2012-05-09/11:55
