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10.05.2012 | 14:44
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Erneut startet ein eingefrorener offener Immobilienfonds einen Versuchsballon: Er gibt seinen Sparern Zeit, Anteile zurückzugeben. Reicht die Liquidität, ist alles gut. Wenn nicht, verschwindet noch ein Flaggschiff der Branche.

Der offene Immobilienfonds CS Euroreal lässt die Anleger über sein Schicksal entscheiden. Der seit zwei Jahren eingefrorene Publikumsfonds nimmt bis zum 21. Mai Verkaufsaufträge seiner Anleger an, wie das Credit Suisse Asset Management am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die Investoren müssen allerdings einen Abschlag von 3,5 Prozent in Kauf nehmen. 

Die bis zum Stichtag eingereichten Rücknahmeorder werden nur ausgeführt, wenn die Liquidität ausreicht, sie zu bedienen. In diesem Fall würde der Fonds wieder geöffnet, die Anteilrücknahme aber vorerst auf einmal pro Jahr umgestellt. Bevor der Fonds auf Eis gelegt wurde, kamen die Investoren täglich an ihr Geld. Sollten die Rückgabewünsche die verfügbare Liquidität hingegen übersteigen, wird der Fonds abgewickelt.

Er wäre bereits das achte Opfer der einst als sicheres "Betongold" beworbenen Produkte. Credit Suisse wagt somit den gleichen Versuch, mit dem erst zu Wochenbeginn der Wettbewerber SEB Immoinvest gescheitert ist: Weil zu viele Anleger ihre Anteile zurückgeben wollten, reichte die Liquidität bei weitem nicht aus. Der SEB Immoinvest wird inzwischen angewickelt.

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Link: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-05/23497335-cs-euroreal-wagt-blitzoeffnung-erneut-startet-ein-eingefrorener-offener-immobilienfonds-einen-versuchsballon-198.htm
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