Belastet durch die Zurückhaltung ihrer Großkunden ist die auf Außenwerbung spezialisierte Ströer Out-of-Home Media AG schwächer in das laufende Gesamtjahr gestartet. Der Umsatz des SDAX-Konzerns sank im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 118,6 Millionen Euro. Das EBITDA brach deutlich auf 9,3 Millionen ein. Unterm Strich verbuchten die Kölner ein Minus von 6,2 Millionen Euro. Den Fehlbetrag konnte Ströer wegen geringeren Zinszahlungen aber etwas eingrenzen. Ströer begründete den schwächeren Jahresstart mit einem "zunehmend schwierigen" Marktumfeld. Insbesondere die großen international und national tätigen Kunden hätten sich mit Buchungen spürbar zurück gehalten. Die Investitionen kürzte Ströer um ein Drittel auf acht Millionen Euro. Die Digitalisierung in der Außenwerbung soll aber weiter vorangetrieben werden. Die Kölner haben in den Hauptbahnhöfen von Hamburg und Düsseldorf große LCD-Bildschirme errichtet. Wegen der abflachenden Nachfrage in Deutschland - dem mit Abstand wichtigsten Markt - erwartet Ströer im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von einem mittleren oder sogar hohen einstelligen Prozentsatz.
