Europas Börsen haben ihre Talfahrt am
Donnerstag ungebremst fortgesetzt. Die Krisenlage in der Eurozone
paarte sich als größter Belastungsfaktor mit schwach ausgefallenen
US-Konjunkturdaten. Der Leitindex EuroStoxx 50
Mit Argusaugen verfolgen die Anleger weiter die Lage bei griechischen Banken, nachdem die Griechen zuletzt vermehrt ihre Konten räumten und die Europäische Zentralbank (EZB) am Vortag ankündigte, einigen Instituten vorübergehend kein Geld mehr leihen zu wollen. Allerdings richten sich die Sorgen der Anleger auch zunehmend nach Spanien: Das zweite Sorgenkind der Eurozone muss immer mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen. Zudem bereiten die Bonitätsprüfer von Moody's einem Pressebericht zufolge derzeit einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor. Eingetrübt haben sich derweil auch die konjunkturellen Aussichten in den USA: Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia war erstmals seit September wieder in den negativen Bereich gefallen und zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren.
Wegen eines Feiertags in vielen europäischen Ländern fehlte es
an unternehmensspezifischen Nachrichten. Vor dem Hintergrund der
Schuldenkrise standen weiterhin die Finanzwerte im Fokus, die einmal
mehr zu den schwächsten Branchen gehörten. Der Teilindex der
Finanzdienstleister
Bei den Einzelwerten standen vor allem die Titel der spanischen
Bankia
Auch die Titel weiterer südeuropäischer Institute kamen deutlich
unter Druck: Die der italienischen Unicredit
Mit Nahrungsmittelherstellern
In London gehörten Vedanta
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160
AXC0113 2012-05-17/18:32
