Die Angst vor den Folgen eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone dürfte die Aktienmärkte weiter unter Druck setzen. Hochnervös wartet die Finanzwelt auf den Ausgang der Mitte Juni anstehenden Neuwahlen in dem krisengeplagten Euroland. Sollte sich die neue Regierung nicht konsequent hinter den mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparkurs stellen, könnte dies unabsehbare Folgen auf die gesamte Eurozone haben, wird befürchtet. Die größte Sorge bereitet eine mögliche Sogwirkung auf ebenfalls finanziell stark angeschlagene Euroländer wie Portugal, Spanien oder Italien.
"Kurzfristig ist die Chance auf eine nachhaltige Entspannung
recht gering. Wie ein Damokles-Schwert werden die Neuwahlen in
Griechenland über den Kapitalmärkten schweben", schreiben daher die
Experten der Landesbank Berlin (LBB) und erwarten für Dax
WEITERHIN 'IMMENSE UNSICHERHEITEN'
Die Schwankungen in den Indizes dürften wegen der laut LBB "immensen Unsicherheit" in den kommenden Wochen weiter ausgeprägt bleiben. Zusätzliche Nahrung könnten sie durch weltweite Konjunktursorgen erhalten. In der neuen Woche jedoch bleibt es diesbezüglich wohl eher ruhig.
Mit Interesse dürfte der EU-Sondergipfel in Brüssel zum Thema
Wirtschaftswachstum in der Eurozone am Mittwoch verfolgt werden.
Zudem könnten die Einkaufsmanager-Indizes der Euroländer und das
ifo-Geschäftsklima als wichtiger Stimmungsindikator für die deutsche
Wirtschaft am Donnerstag größere Beachtung finden. In den USA stehen
kaum marktbewegende Konjunkturdaten an. Unternehmensseitig werden
zugleich die Impulse rar, da die Berichtssaison nahezu abgeschlossen
ist. Als letztes HDax-Unternehmen (Dax, MDax und TecDax) wird am
Montag GSW Immobilien
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---
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AXC0171 2012-05-18/15:38
