Der größte deutsche Stahlkonzern
ThyssenKrupp
ThyssenKrupp hatte den 2,7 Milliarden Euro schweren Deal Anfang des Jahres bekanntgegeben. Der Konzern will damit seinen Umbau vorantreiben und seinen Schuldenberg verringern. Eine vertiefte Prüfung sagt noch nichts über den Ausgang des Verfahrens aus. Die EU-Kommission kann den Verkauf genehmigen, unter Auflagen erlauben oder verbieten. Bis zum 26. September werde eine Entscheidung fallen, kündigte die EU-Behörde an.
ThyssenKrupp wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass man unverändert davon ausgehe, das Geschäft noch im laufenden Jahr abschließen zu können. "Die Entscheidung der EU war zu erwarten", so das Unternehmen. Eine derart vertiefte Prüfung sei typisch für Geschäfte dieser Größenordnung.
Die EU-Experten haben Bedenken, dass es zu wenig Konkurrenz auf dem Markt für Brammen sowie warm- und kaltgewalzte Produkten aus rostfreiem Stahl geben wird. Beide Unternehmen hätten in diesen Bereichen erhebliche Marktanteile, so dass nur noch drei integrierte Hersteller von Flachprodukten aus rostfreiem Stahl in Europa aktiv seien.
Die Finnen wollen mit Inoxum einen neuen Weltmarktführer im Edelstahlbereich mit rund 18 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als elf Milliarden Euro schmieden. ThyssenKrupp soll als Großaktionär an Outokumpu mit 29,9 Prozent beteiligt werden. Der Gesamtwert des Geschäfts beträgt 2,7 Milliarden Euro, dabei wird die Beteiligung an Outokumpu mit rund einer Milliarde Euro bewertet. Sitz des Unternehmens soll Finnland sein.
Outokumpu geht mit hohen Verlusten in die Edelstahl-Ehe mit der ThyssenKrupp-Tochter und will 1500 Stellen streichen. In Deutschland seien rund 850 Arbeitsplätze betroffen, kündigte der Konzern im Februar an./mt/uta/DP/enl
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AXC0104 2012-05-22/11:47
