Erstmals gibt es in der deutschen Tarifgeschichte pauschale Zuschläge für Leiharbeiter. Obwohl sie das Gehaltsniveau der Stammbelegschaften nicht erreichen, erhalten lang beschäftigte Leiharbeiter bald deutlich mehr Geld.
Nach den Stammarbeitern sind jetzt die Leiharbeiter der Metall- und Elektroindustrie dran. Sie erhalten ab November erstmals tariflich abgesicherte Branchenzulagen, wenn sie länger als sechs Wochen an einen Betrieb ausgeliehen sind. Die IG Metall und die Arbeitgeber der Zeitarbeit einigten sich in der Nacht zum Dienstag in Frankfurt auf einen entsprechenden Stufenplan. Dieser sichert den mindestens 240.000 Leiharbeitern gestaffelte Zuschläge auf ihren Tariflohn.
Nach neun Monaten Tätigkeit in der Metall- und Elektroindustrie soll der Zuschlag 50 Prozent des Tariflohns aus der Zeitarbeit betragen. Die volle Zulage beträgt je nach Tarifgruppe zwischen 621 und 1380 Euro im Monat. Die Zuschläge beginnen mit einem Plus von 15 Prozent nach sechs Wochen.
Mit dem bislang beispiellosen Tarifwerk wird zwar ein Teil der Lohnlücke im Vergleich zu den Stammbelegschaften geschlossen, das Niveau der Festangestellten wird aber noch nicht erreicht. Weitere Zuschläge bis hin zur Gleichbezahlung können auf betrieblicher Ebene vereinbart werden.
Der Tarifvertrag soll als Muster für andere Branchen gelten. Man ...
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