Die weiter schwelende Schuldenkrise hat
dem deutschen Aktienmarkt am Freitag den Wind aus den Segeln
genommen. Nach Händlerangaben sind die Sorgen um die Eurozone nach
einem lange Zeit freundlichen Handelsverlauf bis zuletzt wieder in
den Vordergrund gerückt. Entsprechend war der Dax
Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital verwies am Mittag auf einen belastenden Kommentar von Bundesbank-Chef Jens Weidmann, wonach gemeinsame Anleihen der Euroländer keine Lösung für die Krise seien. Zudem deuteten jüngste Umfragen in Griechenland weiter auf einen Vorsprung für die Gegner des von der EU geforderten Sanierungsplans hin, fügte er hinzu. Noch weiter rutschte der Markt am Nachmittag ab, als von Berichten die Rede war, dass Katalonien Staatshilfe benötige und die Schulden nicht mehr refinanzieren könne. Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse hatte im Zuge der frühen Gewinne schon auf die weiterhin politisch geprägte Entwicklung an den Börsen hingewiesen. "Das dürfte bis zur Griechenland-Wahl im Juni auch so bleiben", so der Experte.
VERSORGER WEITERHIN FREUNDLICH
Unter den Einzelwerten gehörten die jüngst zu einer Erholung
ansetzenden Aktien von Energiekonzernen bis zuletzt zu den
stabilsten Werten. Eon-Anteile
Spitzenreiter im Dax waren nach einer Analystenstudie die Aktien
von Siemens
SPEKULATION ÜBER VW-PLÄNE BEI SGL
Die Aktien der SGL Group
Darüber hinaus standen die für ihre hohe Dividendenrendite
berühmten Aktien der Deutschen Telekom
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
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AXC0184 2012-05-25/15:07
