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Österreichs Finanzministerin: EU gerüstet für Griechen-Bankrott - Radio

FRANKFURT (Dow Jones)--Die österreichische Finanzministerin sieht die Europäische Union heute besser vorbereitet auf einen Staatsbankrott Griechenlands und einem Austritt des Landes aus der Eurozone als noch vor einigen Jahren. Maria Fekter (ÖVP) verwies im Interview mit dem Radiosender Ö1 auf die mittlerweile errichteten Rettungs- und Stabilitätsmechanismen. Damit sei man "unvergleichlich besser aufgestellt für einen Bankrott eines Staates als noch vor drei Jahren", so Fekter.

Ob das reicht, könne aber noch niemand sagen, fügte sie hinzu. Die Griechen wählen nach der fehlgeschlagenen Regierungsbildung am 17. Juni ein neues Parlament. Es gibt Befürchtungen, dass eine Mehrheit an die Macht kommt, die sich für den Ausstieg aus dem Euro entscheidet.

Am Spar- und Hilfspaket für Griechenland will die Finanzministerin nichts ändern: "Es rüttelt massiv am Vertrauen insgesamt, wenn wir den Vertrag, den wir abgeschlossen haben, der ein Programm bis 2020 vorsieht, alle drei Monate neu hinterfragen." Griechenland müsse Maßnahmen wie Strukturreformen umsetzen, um wieder auf den Wachstumspfad zu kommen. Nur das Geld zu nehmen und nichts zu tun, sei nicht zukunftsträchtig.

Fekter sprach sich erneut gegen Euro-Bonds aus. Die seien nur attraktiv für jene Länder, die sehr hohe Zinsen zahlen, sagte sie im Interview. Sie könne sich Euro-Bonds erst vorstellen, wenn die EU-Finanzpolitik so integriert sei, dass es einen "europäischen Finanzminister" gibt. In der Praxis sehe sie das aber nicht, sondern nur als Vision. "Jetzt habe man aber eine andere Situation: "Ich will nicht die Kredite der Nachbarn zahlen."

DJG/mgo 

(END) Dow Jones Newswires

May 27, 2012 06:52 ET (10:52 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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