WASHINGTON (Dow Jones)--Der Abbau der hohen Arbeitslosigkeit in den USA stockt. Die Unternehmen in der Privatwirtschaft haben im Mai viel weniger neue Stellen geschaffen, als von Volkswirten erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen nur 69.000 Arbeitsplätze hinzu, wie das Bureau of Labor Statistics mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen einen Zuwachs um 155.000 Jobs vorausgesagt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent, weil sich wieder mehr Amerikaner auf dem Arbeitsmarkt zurückgemeldet haben, die sich zuvor aus dem Erwerbsleben verabschiedet hatten. Hier hatten die Ökonomen erwartet, dass die Quote unverändert bei 8,1 Prozent verbleiben würde.
Auch für April musste das BLS seine vorläufigen Zahlen kräftig revidieren. Anstatt 115.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen wurden nur 77.000 geschaffen. Im März entstanden lediglich 143.000 Jobs und nicht wie zuvor berichtet 154.000. Im ersten Quartal hatten die Firmen viel stärker eingestellt und pro Monat durchschnittlich 226.000 Stellen aufgebaut.
Die schlechten Daten vom US-Arbeitsmarkt sind das lauteste Signal dafür, dass die US-Wirtschaft an Dynamik verliert. Die US-Zentralbank Fed geht davon aus, dass es bis zum Ende des Jahres nur eine langsame Erholung auf dem Jobmarkt geben wird.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten auch weniger stark zu als angenommen. Sie stiegen um 2 Cent auf 23,41 US-Dollar. Im Mittel hatten die Analysten erwartet, dass sie um 5 Cent zulegen würden.
-Von Jeffrey Sparshott und Andrew Ackerman,
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June 01, 2012 08:58 ET (12:58 GMT)
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