Frankfurt (BoerseGo.de) - Die angeschlagene Solarbranche fürchtet sich vor den billigen Modulen aus China. Die USA haben bereits vor kurzem Schutzzölle gegen die chinesischen Billigimporte verhängt. Nun fordern auch europäische Solarproduzenten Schutzzölle. Doch Andreas Hänel, Vorstandschef des Photovoltaikkonzerns Phoenix Solar, warnte in einem Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe) davor. Eine Handelsschranke würde den Markt kaputt machen und Gegenmaßnahmen Chinas provozieren.
"Wir Europäer müssen gut überlegen, was das für den Export unserer eigenen Waren ins Ausland bedeutet", sagte er. Denkbar sei zum Beispiel, dass sich chinesische Hersteller dann vermehrt im deutschen Markt einkauften und damit die Branchenkonsolidierung beschleunigten.
Phoenix Solar hat 2011 ein enttäuschendes Jahr hinter sich gelassen. Nun plant das Unternehmen wieder mithilfe von Krediten international zu wachsen. Deutschland sei allerdings kein verlässliches Land mehr für die Branche, gab Hänel zu bedenken. Die Neuinvestitionen seien zu stark zurückgegangen.
