euwax trends am nachmittag Dienstag, 12. Juni 2012
Anleihen der Krisenstaaten stark unter Druck
DAX gibt Gewinne ab - E.ON auf der Kaufliste der UBS
Der Deutsche Aktienindex hat seine Gewinne vom Vormittag nicht behaupten können. Gegen 16.20 Uhr notiert das Barometer für deutsche Aktien bei 6100 Punkten, ein Minus von 0,7 Prozent. Und es sieht nicht allzu bullish aus, was der Markt derzeit bietet. Technische Analysten stufen die Chancen für weitere Kursverluste jedenfalls als hoch ein, insbesondere nachdem der kurzfristige Aufwärtstrend bei 6140 Punkten durchbrochen wurde.
Die US-Börsen starten gut behauptet in den Handelstag, Dow und Nasdaq legen jeweils 0,1 Prozent zu. Eindrucksvoller ist da schon die Bewegung an den Rentenmärkten. Der Bund-Future verliert nahezu 100 Basispunkte und notiert bei 142,70 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notiert damit bei 1,4 Prozent. Es scheint fast so, als beginne der Markt die jüngste Rally bei Bundesanleihen als Übertreibung anzusehen. Deutlich unter Druck stehen auch die Anleihen der Krisenstaaten. Die Rendite zehnjähriger spanischer Staatsanleihen steigt auf 6,84 Prozent, italienische Anleihen rentieren mit 6,30 Prozent.
E.ON bleiben größter Gewinner im DAX, allerdings ist das Minus auf 1,4 Prozent zusammengeschmolzen. Die UBS hatte die Aktie zum Kauf empfohlen und ein Kursziel von 17 Euro setzt. Eine Begründung: Das Unternehmen habe schneller als die Konkurrenz die Kosten gesenkt.
Größte Verlierer sind Infineon (2,7 Prozent) und die beiden Banken mit jeweils zwei Prozent.
Das Euwax Sentiment hat sich nach dem morgendlichen Ausflug in den negativen Bereich mittlerweile im neutralen Bereich eingependelt. Offenbar nehmen einige Anleger schon wieder Gewinne aus ihren Put-Positionen mit. Ansonsten ist die Aussagekraft des Sentiment derzeit beschränkt.
Bei den Plain-Vanilla-Optionsscheinen fällt ein Put auf den Eurostoxx 50 auf, bei dem die Anleger zugreifen. Scheinbar geht es hier um eine eher kurzfristige Spekulation, die Restlaufzeit des Scheins liegt bei gut einem Monat. Bei den Knock-Outs werden ein Put auf die Aktie des Autozulieferers Leoni sowie ein Put auf den Preis der Ölsorte WTI gekauft. Börse Stuttgart TV Nun auch noch Italien? Die Fakten malen ein düsteres Bild: Die italienische Wirtschaft ist im ersten Quartal so stark geschrumpft wie seit drei Jahren nicht mehr. Der private Konsum ist dramatisch eingebrochen und der Schuldenberg steigt weiter an. Ist mit Italien der nächste Rettungsschirm-Kandidat bereits gefunden? Rolf Kazmaier, SVA Vermögensverwaltung, bei Börse Stuttgart TV.
Interview hier abrufbar: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersestuttgarttv/boersestuttgart tv.html?vid =7423
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Quelle: Boerse Stuttgart AG
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AXC0156 2012-06-12/16:35
