Die Deutschen halten sich mit Reisen nach
Griechenland weiter zurück. Die Zahl der Buchungen liege hierzulande
immer noch deutlich unter der des Vorjahres, teilte der
Reiseveranstalter Tui Deutschland am Freitag bei der Vorstellung
seines Programms für den Winter 2012/13 in Santayí (Mallorca) mit.
Die Tochter von Europas größtem Reisekonzern Tui
Die Buchungszahlen für Nordafrika waren in Folge des "arabischen Frühlings" ebenfalls eingebrochen. Tunesien und Marokko haben sich laut Tui inzwischen erholt. Für Ägypten stiegen die Zahlen dagegen nur langsam. "Das ist der unverändert instabilen politischen Situation geschuldet", sagte Tui-Deutschland-Chef Volker Böttcher.
Besser läuft nach Tui-Angaben das Fernreisegeschäft. Die Buchungszahlen sind laut Böttcher um einen "deutlich zweistelligen" Prozentbetrag gestiegen. Besonders beliebte Ziele in der Ferne seien derzeit Asien und die USA. Insgesamt verzeichnete Tui nach eigenen Angaben bislang im Sommergeschäft ein Umsatzplus von vier Prozent.
Künftig wolle Tui auch auf besonders exklusive und individuelle Urlaubsangebote seinen Fokus legen. "Für große Anbieter wird es sehr stark darauf ankommen, nicht rein von der Stange zu produzieren", sagte Böttcher der Nachrichtenagentur dpa. "Der Trend geht dahin, möglichst maßgeschneiderte Urlaubsangebote an den Kunden zu bringen." Maßgeschneiderte Luxusreisen bietet Tui zum Beispiel mit der neuen Reisemarke "Michael Poliza Experiences" an, wo die günstigste Reise 12.000 Euro kostet.
Die Preise bleiben nach Angaben des Reiseveranstalters insgesamt weitgehend stabil: Während Fernreisen um durchschnittlich zwei Prozent teurer würden, seien die Preise für früh gebuchte Flugmittelstrecken um ein Prozent gesunken. Im vergangenen Sommer waren Fernreisen um ein Prozent und Reisen auf der Mittelstrecke um zwei Prozent teurer geworden./juc/DP/edh
ISIN DE000TUAG000 GB00B1Z7RQ77
AXC0150 2012-06-15/15:26
