LONDON--Der Finanzverband Institute of International Finance (IIF) sieht die Schuld für den Rendite-Anstieg in Spanien bei den Behörden des Landes und der Euro-Zone. Die Möglichkeit der Unterordnung der Staatsanleihen unter die geplanten Hilfsgelder für die Banken habe die Finanzierungskosten für Spanien und andere Länder nach oben getrieben. In der Frage der Nachrangigkeit müsse deshalb möglichst schnell Klarheit geschaffen werden, fordert der Verband in seinem Monatsbericht. Investoren seien zudem besorgt, dass mit dem Bereitstellen der Mittel über die spanische Regierung erneut der Zusammenhang zwischen schwachen staatlichen Haushalten und den Bankbilanzen unterstrichen werde.
Zur Größenordnung der Hilfen meint der IIF, die 100 Milliarden Euro seien mehr als angemessen. Die Euro-Zone müsse den unterkapitalisierten Banken generell weiterhin gemeinsam helfen, zum Beispiel über eine Banken-Union. Der IIF vertritt 450 der größten privaten Finanzfirmen.
Weiter warnt er, den Rettungsschirmen könnte bald das Geld ausgehen. Nach den für die spanischen Banken eingeplanten 100 Milliarden Euro seien nur noch 251 Milliarden Euro in den Rettungsmechanismen übrig. "Das reicht zur Hilfe für ein kleines Land wie Zypern, aber kaum für irgendein großes Land".
Nach den derzeitigen Plänen steigen die Mittel erst im November, wenn die Euro-Zonen-Mitglieder für den Stabilitätsmechanismus ESM zusätzliches Geld bereit stellen.
DJN/DJG/hru
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June 17, 2012 10:06 ET (14:06 GMT)
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