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Dow Jones News
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Schanghai blieben die Börse wegen des Feiertages "Drachenbootfest" geschlossen.

MÄRKTE AKTUELL (18.17 Uhr)

INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       2.186,81   -0,57% 
Stoxx-50            2.341,64   -0,50% 
DAX                 6.263,25   -1,26% 
FTSE                5.513,69   -0,95% 
CAC                 3.090,90   -0,75% 
DJIA               12.625,53   +0,41% 
S&P-500             1.329,93   +0,33% 
Nasdaq-Comp.        2.875,14   +0,56% 
Nasdaq-100          2.567,83   +0,43% 
Nikkei-225          8.798,35   -0,29% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future         140,85%     -67 
 

FINANZMARKT USA

Nach den scharfen Vortagesverlusten wird an Wall Street nur eine kleine Erholung gespielt. Positiv wird gewertet, dass die neuen Hiobsbotschaften offenbar nicht zu einer Fortsetzung der Vortagestalfahrt führen. Im Zentrum steht der globale Bankensektor. Moody's hat die Bonität von mehr als einem Dutzend Großbanken verteilt über den gesamten Globus abgestuft. Hier wiegeln Marktteilnehmer jedoch etwas ab und sprechen von einem lang erwarteten Schritt. Bei einigen Kreditinstituten sorgte die Abstufung sogar für Erleichterung: "Denn es hätte auch schlimmer kommen können", so eine Stimme aus dem Handel. Gleiches lässt sich auch zu den Ergebnissen der Belastungstests im spanischen Bankensektor sagen. Gebremst wird das Sentiment hingegen unter anderem von schwachen ifo-Daten aus Deutschland. Die Notierungen am US-Rentenmarkt signalisieren mehr Zuversicht, denn sie stehen unter Druck. Zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit 1,66 Prozent. Dazu passt auch die leichte Erholung am Ölmarkt. Dollar und Goldpreis notieren um den Stand des Vortags. Bei den Bankentitel macht sich die Erleichterung über die nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallene Abstufung der US-Institute durch Moody's bemerkbar. Morgan Stanley steigen um 2,4 Prozent, Bank of America um 0,9 Prozent, JPM um 2,1 Prozent und Citigroup um 1,6 Prozent. Harvest Natural Resources schießen um 76 Prozent in die Höhe, die Energiegesellschaft veräußert Vermögenswerte in Venezuela.

AUSBLICK KONJUNKTUR +

Keine wichtigen Termine mehr angekündigt. 
 

FINANZMÄRKTE EUROPA

Die kursierenden Wachstumssorgen haben die Börsen belastet. Nun trüben sich auch in Deutschland die Konjunkturerwartungen ein, wie die Erwartungskomponente im ifo-Index zeigt. Gegen den Trend legte die Börse in Madrid zu. Die spanischen Banken brauchen nach einem neuen Stresstest weniger Geld als befürchtet. Auch das Gipfeltreffen Deutschlands, Italiens, Frankreichs und Spaniens konnte die Stimmung nicht bessern. Mit Blick auf das geplante Konjunkturprogramm von etwa 130 Milliarden Euro hieß es, es treffe die Erwartungen. Der Euro gab noch etwas nach und fiel Richtung 1,25 US-Dollar. Das lag auch an der EZB. Sie hat die Sicherheitsanforderungen für die Finanzierungsgeschäfte mit den Banken gelockert. Mit Kursgewinnen reagierte die spanische Börse auf das Ergebnis der Belastungstests. Der IBEX legte gegen den Trend um 1,5 Prozent zu und stellte damit den Gewinner unter den Börsen. Nomura geht davon aus, dass die großen Banken Banco Santander und BBVA keinen weiteren Kapitalbedarf haben. Die beiden Titel legten um etwa ein Prozent zu. Banken konnten sich auch wegen der gelockerten Sicherheitsanforderungen der EZB gut halten, der Stoxx-Banken-Index für die Euro-Zone stieg um ein halbes Prozent. Damit haben die Banken einen Rundumschlag der Rating-Agentur Moody's mit Abstufungen gut weggesteckt.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Fr, 8.16 Uhr  Do, 17.55 Uhr 
EUR/USD    1,2543  -0,13%        1,2559         1,2583 
EUR/JPY  101,0143   0,06%      100,9548       100,9093 
EUR/CHF    1,2008  -0,01%        1,2009         1,2010 
USD/JPY   80,5250   0,17%       80,3850        80,2070 
GBP/USD    1,5577  -0,25%        1,5615         1,5633 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Die jüngste Ansammlung negativer Konjunkturdaten aus China, Europa und zuletzt den USA hat zum Wochenausklang an den asiatischen Märkten für Verstimmung gesorgt. Nach sehr schwachen Vorgaben der US-Börsen tauchten die meisten Börsen der Region ins Minus ab. Der wieder erwachte Konjunkturpessimismus machte sich vor allem in deutlich sinkenden Rohstoffpreisen bemerkbar. Ein weiterer Belastungsfaktor waren die Ratingabstufungen von 15 international agierenden Großbanken durch Moody's nach Börsenschluss in den USA. Sicherheit vor einer drohenden globalen Wirtschaftsflaute suchten die Anleger im Dollar. Die US-Devise legte gegen Yen und Euro deutlich zu und kostete zuletzt 80,37 Yen. Die Dollarstärke sorgte dafür, dass sich die Tokioter Börse mit den dort notierten exportsensitiven Aktien vergleichsweise stabil zeigte. An den anderen Börsen ging es dagegen stärker abwärts. Der Ölpreis gab nach dem Kursrutsch vom Vortag von 4 Prozent auf unter 80 Dollar weiter nach. Zuletzt kostete das Barrel der US-Sorte WTI 77,96 Dollar. Zu seinem Jahreshoch hat es mittlerweile rund 20 Prozent eingebüßt. An den Börsen standen angesichts der deutlich gesunkenen Rohstoffpreise die Papiere der Minenbetreiber und Ölförderer unter Druck.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Deutsche Lufthansa schlüsselt Sparziele für Sparten auf

Die Deutsche Lufthansa hat sich zu Jahresbeginn einen strikten Sparkurs verordnet. Mit dem Sparprogramm Score soll das operative Ergebnis bis Ende 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden, in der aktuellen Ausgabe der Konzernzeitung Lufthanseat hat Deutschlands größte Airline nun die Ziele für ihre einzelnen Geschäftsfelder dargelegt.

Europas Autobauer halten "Geisterwerke" am Laufen

An wenigen Orten werden die Probleme der europäischen Autoindustrie besser greifbar, als im riesigen Fiat-Stammwerk Turin-Mirafiori. Lief dort Anfang der Woche noch ein Fahrzeug nach dem nächsten vom Band, wandelte sich die Fabrik am Donnerstag und Freitag in ein Geisterwerk: Die Produktionsstraßen liegen still und auch die angrenzenden Büros sind verwaist. Nicht zum ersten Mal: Schon an zwei weiteren Tagen im Juni zeigte sich dieses Bild und wird sich an vier Juli-Tagen wiederholen.

Microsoft macht Nokia das Leben zusätzlich schwer

Microsoft macht seinem Partner Nokia das Leben noch ein wenig schwerer, als es sowieso schon ist. Das von Bill Gates gegründete Unternehmen will ein Software-Update veröffentlichen, das für die aktuellen Besitzer von Nokias Vorzeigeprodukt Lumia nicht verfügbar sein wird. Das dürfte den Verkauf des neuen Smartphones nicht gerade ankurbeln.

Chinesische Unternehmen wollen an Frankfurter Börse

Der Markt für Börsengänge ist trotz der jüngsten Absagen von Schwergewichten wie Evonik oder Talanx nicht vollständig ausgetrocknet. Mit der Ming Le Sports AG und der Fast Casualwear AG streben erneut gleich zwei chinesische Unternehmen an die Börse in Deutschland. Stattfinden soll der Gang aufs Parkett beider Unternehmen im Juli, geplant ist der IPO im strenger regulierten Börsensegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

=== 
DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

June 22, 2012 12:19 ET (16:19 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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