Madrid / Rom - Die Beschlüsse des Brüsseler EU-Krisengipfels zeigen zumindest kurzfristig starke Wirkung an den Anleihemärkten: Die Renditen für Staatspapiere der angeschlagenen Euroländer Spanien und Italien sind am Freitag massiv gesunken. Experten warnen allerdings bereits vor Risiken und Nebenwirkungen der angekündigten Massnahmen. In Madrid sank die Rendite für richtungweisende Anleihen mit Laufzeit von zehn Jahren im Nachmittagshandel um 0,60 Prozentpunkte auf 6,25 Prozent. Am Vortag stand der Zinssatz zeitweise knapp unter der Marke von sieben Prozent und damit auf einem Niveau, das die Staatsfinanzierung auf lange Sicht kaum mehr möglich macht. Bei den italienischen Pendants fielen die Renditen bis zuletzt um 0,38 Prozentpunkte auf 5,79 Prozent. Rettungsfonds könnten Unterstützung liefern "Brüssel hat geliefert", fasst Experte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler den Eindruck der Finanzmärkte nach dem EU-Spitzentreffen zur Schuldenkrise zusammen. Staats- und Regierungschefs einigten sich in der Nacht zum Freitag, den grossen Euro-Schwergewichten Italien und Spanien verstärkte Unterstützung am Anleihemarkt durch die Rettungsfonds EFSF und ESM in Aussicht zu stellen. Darüber hinaus sollen die Finanzhilfen ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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