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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

MÄRKTE AKTUELL (18.10 Uhr)

INDEX                  Stand    +-% 
Euro-Stoxx-50       2.284,92   -1,19% 
Stoxx-50            2.441,69   +0,03% 
DAX                 6.535,56   -0,45% 
FTSE                5.692,63   +0,14% 
CAC                 3.229,36   -1,17% 
DJIA               12.919,94   -0,18% 
S&P-500             1.369,89   -0,30% 
Nasdaq-Comp.        2.980,33   +0,14% 
Nasdaq-100          2.652,10   +0,24% 
Nikkei-225          9.079,80   -0,27% 
EUREX                  Stand    +-Ticks 
Bund-Future           143,18   +84 
 
 

FINANZMARKT USA

Globale Notenbank-Stimuli für die lahmende Konjunktur und überraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt lösen am Donnerstag kein Kursfeuerwerk an Wall Street aus. Im Gegenteil: Gegen Mittag (Ortszeit) dominieren mit Ausnahme der Technologietitel die negativen Vorzeichen. Die Märkte hätten das meiste von dem, was die Notenbanken geliefert haben, längst eingepreist, heißt es im Handel. Daher überwiege ein wenig die Enttäuschung, dass nur beschlossen wurde, was ohnehin erwartet worden sei. Mit Enttäuschung werden die Aussagen von EZB-Präsident Draghi aufgenommen, der keine Hinweise auf einen weiteren Langfristtender der Notenbank gab. Eine Überraschung hat die EZB dann aber doch noch parat. Der Einlagensatz wurde auf null gesenkt.

FINANZMÄRKTE EUROPA

Die Zinssenkung der EZB um 25 Basispunkte auf historisch niedrige 0,75 Prozent hat keine positive Reaktion an den Börsen hervorgerufen. Nicht nur das EZB-Präsident Mario Draghi einem weiteren Dreijahrestender eine klare Absage erteilte, auch zu möglichen Anleihekäufen von Staatsanleihen aus der Europeripherie sagte er kein Wort. Daraufhin schossen die Renditen in Spanien und Italien kräftig in die Höhe. Dies wird an der Börse in der Regel dahingehend gewertet, dass Anleger ihr Vertrauen verlieren. Der Abverkauf wurde begleitet von einem kräftigen Wertverfall in der Gemeinschaftswährung. Der Euro beschloss den Handel in Europa bei 1,2386 Dollar.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Do, 8.10 Uhr  Mi, 18.25 Uhr 
EUR/USD   1,2390  -1,08%        1,2525         1,2530 
EUR/JPY  99,0371  -0,88%       99,9139        99,9882 
EUR/CHF   1,2011  -0,03%        1,2014         1,2013 
USD/JPY  79,9450   0,27%       79,7290        79,8000 
GBP/USD   1,5534  -0,42%        1,5599         1,5594 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Ohne Impulse und weiter in Erwartung richtungweisender Entscheidungen der großen Notenbanken haben die asiatischen Aktienmärkte uneinheitlich geschlossen. Von den US-Börsen kamen wegen des wegen des Nationalfeiertages nicht die üblichen Vorgaben. In Tokio verlor der Nikkei 0,3 Prozent. Hier gaben vor allem Immobilientitel nach, belastet von den jüngsten Daten zum Büro-Leerstand. Dieser ist in der japanischen Hauptstadt im Juni auf ein Rekordniveau gestiegen. Uneinheitlich präsentierten sich die chinesischen Aktienmärkte. Während es für den Hang Seng Index nach einer Schlussrally sogar nach oben ging, fiel der Shanghai Composite deutlicher. Hier belasteten vor allem Verluste bei konjunktursensiblen Aktien. "Die Verluste bei den zyklischen Aktien, etwa von Kohle- und Stahlkonzernen, zeigen sich die Befürchtungen der Anleger über die Wachstumsaussichten in China", kommentierte Jacky Zhang, Analyst bei Capital Securities.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Anleger honorieren Klarheit zwischen Volkswagen und Porsche

Volkswagen hat nach drei Jahren harten Ringens um die Übernahme von Porsche endlich reinen Tisch gemacht. Europas größter Automobilkonzern einigte sich mit der Porsche Holding auf eine Komplettübernahme des hochprofitablen Sportwagengeschäfts. Die Erleichterung darüber ist am Aktienmarkt greifbar. Die VW-Aktie steigt um 6,3 Prozent auf 135,90 Euro.

Fitch bestätigt Volkswagen nach Porsche-Deal mit 'A-'

Die Volkswagen AG behält nach der Übernahme des restlichen Porsche-Sportwagengeschäfts ihre Bonität "A-". Fitch begründete diese Einschätzung mit der großen finanziellen Flexibilität des Autokonzerns und seinem hohen Barmittelzufluss. Der Wolfsburger Konzern werde die Transaktion stemmen können, ohne sein Finanzprofil zu gefährden.

Boehringer Ingelheim stellt Führungsriege neu auf

Revirement im Führungsstab von Boehringer Ingelheim. Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern erweitert die Unternehmensführung und gibt ihr eine neue Struktur. Mit der Neuausrichtung will der Familienkonzern der gewachsenen Bedeutung bestimmter Geschäftsaktivitäten künftig stärker Rechnung tragen.

Airbus sagt A400M-Flug auf Messe wegen Triebwerksproblemen ab

Der Flugzeugbauer Airbus sagt den geplanten Schauflug einer Militärmaschine auf einer Branchenmesse im britischen Farnborough ab. Der Frachter A400M werde auf der Farnborough Air Show kommende Woche wegen "Triebwerksproblemen" nicht abheben und in der Ausstellung nur am Boden gezeigt, teilte die Militärsparte von Airbus mit. Die Probleme seien in der vergangenen Woche aufgetreten. Die Triebwerke müssten weiter überprüft werden, erklärte Airbus Military ohne dies näher auszuführen.

Australien erlaubt Zusammenschluss von Glencore und Xstrata

Australiens Wettbewerbsbehörde hat der Glencore International PLC die Genehmigung zur Übernahme von Xstrata erteilt. Der geplante Zusammenschluss habe keine relevanten Wettbewerbsauswirkungen auf die australischen Märkte für Kupfer, Kohle, Nickel und andere Metalle, erläuterte die Behörde auf ihrer Webseite.

Fast Casualwear erlöst nur halb soviel wie erhofft

Das chinesische Bekleidungsunternehmen Fast Casualwear hat seinen geplanten Börsengang deutlich abspecken müssen. Der Platzierungspreis wurde mit 5 Euro am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne festgelegt. Zudem hat das Unternehmen weniger Investoren als erhofft gefunden. Der Bruttoerlös des Börsengangs liegt deshalb nur bei 5 Millionen Euro, angestrebt hatten die Chinesen mehr als doppelt soviel. Die Aktien werden nun wie geplant ab dem 09. Juli in Frankfurt gehandelt.

=== 
DJG/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 05, 2012 12:11 ET (16:11 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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