Nach dem Feiertag in den USA gingen die US-Börsen am Donnerstag zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,5 Prozent. Weiterhin sind viele US-Anleger im Urlaub.
Noch vor dem US-Börsenstart gingen alle Blicke auf die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Die EZB gab dem Druck der Märkte nach und senkte den Leitzins um 25 Basispunkte von 1,0 auf 0,75 Prozent. Außerdem wurde auch der Zins für die Einlagenfazilität von 0,25 auf null Prozent gesenkt. Auch China senkte überraschend den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,0 Prozent. Die Bank of England beließ den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent, stockte aber das Anleiherückkaufprogramm um 50 auf 375 Milliarden Britische Pfund auf.
Von Konjunkturseite lag ein Schwerpunkt auf dem Arbeitsmarkt. Der ADP-Arbeitsmarktbericht zeigte überraschend positiv, dass im Juni 176.00 neue Arbeitsstellen geschaffen wurden. Experten hatten mit 105.000 gerechnet, im Vormonat waren es noch 133.000. In allen Bereichen wurden neue Jobs geschaffen, vor allem aber bei kleinen und mittleren Unternehmen im Service-Sektor. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen auf 374.000 zurück. In der Vorwoche waren es revidiert 388.000 Anträge.
Der Challenger Job Cut Report zeigt positive Signale: Der Index lag im Juni auf einem 13-Monatstief beim Arbeitsplatzabbau. 39 Prozent weniger Menschen wurden im Juni im Vergleich zum Vormonat entlassen. 283.000 Leute verloren in der ersten Jahreshälfte insgesamt ihren Job, vor allem im öffentlichen Sektor und bei der Regierung.
Der ISM-Dienstleistungsindex lag im Juni bei 52,1 Punkten. Das ist schlechter als die 53,7 Punkte im Vormonat. Analysten hatten mit 53,0 Punkten gerechnet.
In der der vergangenen Woche gingen die Hypothekenanträge um 6,7 Prozent zurück. In der Vorwoche war es ebenfalls ein Rückgang von 7,1 Prozent.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 12.897 Punkten. Der Nasdaq Composite unverändert bei 2.976 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,5 Prozent bei 1.368 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Home Depot (+0,9%), McDonald's (+0,8%) und Wal-Mart (+0,5%). Die größten Verlierer waren: JPMorgan Chase (-4,2%), Bank of America (-3,0%) und Chevron (-1,3%).
Der größte Händler von Neu- und Gebrauchtwagen in den USA, AutoNation, konnte im Juni 38 Prozent mehr Fahrzeuge im Jahresvergleich verkaufen. Insgesamt wurden 22.862 Neufahrzeuge zugelassen.
Die amerikanische Fluglinie US-Airways musste im Juni einen leichten Passagierrückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert hinnehmen. Insgesamt wurden 4,67 Millionen Passagiere befördert.
Der Ölriese ExxonMobil erwäge den Verkauf seines deutschen Tankstellennetzes Esso. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen Stadium, so Medienberichte.
Am Freitag schauen wir auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung für Juni. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent bleibt und etwa 100.000 neue Jobs geschaffen wurden. Außerdem schauen wir auf die Stundenlöhne und Wochenarbeitsstunden.
